Alle Artikel mit dem Schlagwort: Musik

Mein Mixtape mit 16

Die Tage stolperte ich über die Blogparade von NurderTim – der Einfachheit halber kopier ich mal die Regel, wie er sie in seinem Blog beschrieben hat: Wie hätte ein von Dir für Dich erstelltes Mixtape ausgesehen, als Du 16 Jahre alt warst? Auf den 1. Blick fand ich die Idee sehr lustig. Als ich nach den Hits aus meinem Jahr 1988 googelte, hätte mich allerdings fast der Mut verlassen. Mir war klar: Das wird jetzt peinlich! Mein Musikgeschmack zur damaligen Zeit war freundlich formuliert in Teilen schlimm und massiv von irgendwelchem Chartmist dominiert.* Aus Mangel an für mich brauchbaren Alternativen (wir hatten ja nichts!) habe ich Musik immer aus dem Radio aufgenommen. Jeden Sonntag. Da hatte ich ansonsten Zeit für nichts, ohne Hitparade im Radio wäre mir eine Woche Musik entgangen. Aus heutiger Sicht vielleicht nicht unbedingt ein Nachteil, aber mit 16 wäre für mich die Welt untergegangen. Natürlich war es beim Aufnehmen immer total doof, wenn eine Kassette dem Ende zuging und das nächste Lied, das ich aufnehmen wollte, nicht mehr vollständig aufs Band passte. …

Battle of CD 2015 – ein Musikstöckchen!

Kürzlich war ich Gast auf einer privaten Veranstaltung namens Battle of CD im Lomma in Deutz. Diese Veranstaltung findet jedes Jahr statt und zweimal hatte ich nun das Vergnügen, dabei zu sein. Worum geht es hier? Es gibt immer einen Sieger aus dem Vorjahr und einen neuen Herausforderer, die gegeneinander spielen. Jeder darf 12 Gäste einladen, außerdem sind auch noch Gäste des Wirts dabei. Der Vorjahressieger und der Herausforderer – in diesem Jahr eine Herausforderin – denken sich im Vorfeld gemeinsam 15 Musikkategorien aus und suchen dazu passend jeweils ihre Favoriten bzw. Musiktitel, die aus ihrer Sicht für die verschiedenen Kategorien am typischsten sind. Mit diesen 15 Musiktiteln treten die beiden Spieler am Abend der Veranstaltung gegeneinander an, die 15 Lieder werden der Reihe nach zur jeweiligen Kategorie gespielt und die Gäste wählen den besser gewählten Titel. Von wem dieser jeweils ins Rennen gebracht wurde, ist allerdings unbekannt, denn am Ende gewinnt der Spieler, dessen Titel vom Publikum öfter gewählt wurden. In Anlehnung an dieses Spiel habe ich mir überlegt, welche Musiktitel ich wohl für …

Rudimental in concert oder Warum ich das Luxor nicht mag

Letzten Donnerstag gab es ein Konzert von Rudimental im Luxor. Ich mag das Luxor nicht besonders. Eigentlich müsste mir der Club gefallen, denn er ist ja eher ein wenig siffig und ich habe irgendwann mal festgestellt, dass ein gewisses Maß an Siffigkeit gut für mich ist. Der Name princess_cgn kommt schließlich nicht von ungefähr, sondern weil mir ein Kollege vor einigen Jahren erzählte, ein anderer Kollege hätte mich gesucht mit den Worten: „Hömma, wo ist denn die Prinzessin?“ Das hatte mir doch zu denken gegeben … Ich mag das Luxor nicht, weil mir die Bühne im Verhältnis zum Saal viel zu eng und zu klein ist. Beim Anblick der Bühne habe ich immer das Gefühl, ich starre aus einem Tunnel heraus in einen Schuhkarton. In einen Schuhkarton, auf den mir die Sicht durch die anderen Gäste vollkommen versperrt ist. Als eher kleiner Mensch habe ich generell das Problem, dass ich meistens keinen vollen Blick auf die Bühne habe. Das ist ok. Wenn ich aber bei einem Konzert von James Blake (ja, Jaaaaaaames Blakechrchrchr …) nicht …

Verschiedenes – oder: Von Bonobo bis LindyHop

Die letzten Tage war einiges los bei mir. Da waren zum einen Ereignisse, die zu traurig und zu privat sind, um den Weg in dieses Blog zu finden und deretwegen es letzte Woche keinen Blogeintrag gab. Zum anderen waren da aber auch unterhaltsame Ereignisse. Der neue Star Wars Film zum Beispiel. In der Originalversion. In 3D. Im Metropolis. In der 1. Reihe …. weil wir lieber noch ein wenig plauschend und Kölsch trinkend vor der Tür standen, anstatt bei freier Platzwahl darauf zu achten, wie schnell sich der kleine Kinosaal füllte. Aber nachdem der 1. 3D-Schock überwunden war, war das durchaus ein sehenswerter Film. Oder das Bonobo-Konzert in der Live Music Hall, bei dem es durchaus auch echte Instrumente auf der Bühne gab (dem einen oder anderen ist das wichtig) und von dem ihr euch bei YouTube einen Eindruck verschaffen könnt. Oder der LindyHop-Workshop im Hopspot in Ehrenfeld. Überraschend unterhaltsam, über den erzähl ich nächste Woche noch ein bisschen mehr.

Nicolas Jaar

Zuerst war ich sehr skeptisch bei der Idee, auf dieses Konzert im Rahmen des Acht-Brücken-Festivals in der Philharmonie zu gehen, denn eigentlich ist mir sein Stil zu experimentell, mehr Klänge und Geräusche als wirklich Musik. Da hatte ich auf einem Ambient-Festival vor ein paar Jahren schon einschlägige Erfahrungen gesammelt, die mir sehr einprägsam in Erinnerung geblieben sind. Trotzdem ließ ich mich überreden – und bin nach dem Konzert total euphorisch nach Hause! Ich fand es beeindruckend, ich hab das Konzert ganz anders wahrgenommen, als die gängige “Unterhaltungsmusik”, teilweise fast meditativ zum Wegdriften (nein, ich bin nicht eingeschlafen, aber zwischendurch mal völlig in der Musik und in Gedanken versunken), teilweise gewaltig, so dass ich ganz gebannt zuhören musste, teilweise wieder fast an der Schmerzgrenze für meine Ohren, aber das zum Glück nur ganz selten. Zwischendurch kamen unvermittelt so wunderschöne Klänge, bei denen ich ganz automatisch lächeln musste, erstaunlich, was Musik mit einem machen und auslösen kann. Zwischendurch gab es auch einige housige Anklänge, die durchaus tanzbar gewesen wären. Ich war fasziniert, als ich festgestellt habe, dass …