Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bretagne

Chez Jaouen in St. Philibert

Ok, unaussprechlicher Name, aber egal, dieses Restaurant ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert für Liebhaber von Fisch und Krustentieren. Nachdem wir an der West-Bretagne doch eher enttäuscht waren von den Restaurant-Tipps unserer Gastgeber (zu schick, viel zuviel Chichi, statt eines guten, bodenständigen Fischrestaurants), fragten wir im Süden angekommen doch etwas beharrlicher nach einem einfachen Restaurant, das vor allem eins anbietet: Frische Meeresfrüchte in guter Qualität. Die Antwort unserer Gastgeberin kam etwas zögerlich, möglicherweise nur deswegen, weil es bei “Chez Jaouen” definitiv nicht schick ist, es gibt auch keinen überflüssigen Schnickschnack, sondern einfach nur genau das, was wir suchten: Frisches Meereszeugs. Und das ziemlich lecker in lockerer Atmosphäre. Man kann entweder drinnen sitzen in einem großen Saal, der unaufdringlich maritim eingerichtet ist, oder draußen, wenn man zu spät gekommen ist und nicht reserviert hat. Überall stehen lange Tische mit großen Schüsseln darauf, die für den ganzen Abfall gedacht sind, den man beim Essen all der Leckereien produziert. Alle Tische sind vorsorglich üppig mit Servietten ausgestattet, auch das erforderliche Werkzeug für die Krustentiere liegt auf allen Tischen bereit. …

Le char à bancs (Reisetagebuchbloggen Teil II)

Char à bancs bedeutet auf deutsch Kremser oder Kutsche und über diese Ferme Auberge der Familie Lamour  die Herr B. und ich zufällig mitten im bretonischen Niemandsland entdeckt haben, gibt es heute einen ganz eigenen Blogeintrag, denn dieser Ort ist einfach be – zau – bernd! Ich war völlig begeistert und hätte dort noch stundenlang stöbern, sitzen, spazieren, schauen … können. Das ganze Anwesen ist Bilderbuchidylle pur. Aber was ist das eigentlich, eine Ferme Auberge? Wenn ich es richtig verstanden habe eine Mischung aus ländlichem Gasthof, der im wesentlichen das zum Essen anbietet, was er selber produziert (also eine Art schwäbischer Besen, aber in dreimal hübscher), Ferienwohnungen, eigener Tierhaltung (in diesem Fall Ponys, Schweine, Enten und Gänse), einem riesigen Garten inkl. Gemüsebeeten und Gewächshaus und (möglicherweise nicht typisch, aber im Char à bancs vorhanden) einem Trödelladen mit alten und neuen Sachen von gebrauchten Büchern, Gartenkram, jeder Menge Nippes, alten Emaillekannen, Badutensilien, Geschirr, verschiedensten Marmeladensorten, Tischdecken, Vogeltränken, Obst- und Gemüsepflanzen … Im Char à Bancs ist das Restaurant total verwinkelt, man kann draußen und drinnen sitzen, eine Reservierung ist zu empfehlen, da …