Alle Artikel in: Sonstiges Zeugs

Drei Netz-Enthusiasten und 1 souveräner Realist

Kürzlich waren davednb und ich mit meiner Nichte (der Einfachheit halber nachfolgend Kind 1 genannt) und deren Freund (der Einfachheit halber nachfolgend Kind 2 genannt) nachts mit einem Taxi unterwegs. Es war spät, wir waren auf der Heimfahrt vom letzten Summerjam-Tag, man unterhielt sich und auf der Rückbank zeigte man sich gegenseitig Fotos vom letzten Summerjam. Der Taxifahrer war möglicherweise schon etwas müde, eventuell einfach nur für einen Moment abgelenkt und es kam, wie es vielleicht kommen musste – er übersah eine rote Ampel, brauste ohne zu bremsen über die Kreuzung und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug. Der Schreck war groß, zum Glück passierte niemandem Schlimmeres, aber da das im ersten Moment noch nicht absehbar war, riefen wir die Polizei und für das andere Fahrzeug auch gleich mal einen Krankenwagen. Die Befragung durch eine sehr freundliche Polizistin verlief dann etwa folgendermaßen … Polizistin zu davednb: Wo saßen Sie denn und was haben Sie gesehen? davednb: Ich saß vorne auf dem Beifahrersitz, ich habe gesehen, dass die Ampel rot war. Polizistin zu mir: Und wo saßen Sie, …

imipressionen

2015 fand ich in mancher Hinsicht anstrengend. Auf der einen Seite durch ein herausforderndes Projekt, auf der anderen Seite durch das Gefühl, in meiner Freizeit auch nichts auslassen zu wollen. Was fehlte, waren ausreichende Ruhezeiten zwischendurch. Die Familienbesuche über die Weihnachtsfeiertage boten da auch nicht unbedingt die gewünschte Entspannung; das Treffen mit einer langjährigen Freundin – immer mein persönliches Highlight, wenn wir im Ländle unterwegs sind – fiel diesmal leider krankheitsbedingt kurzfristig aus. Dafür gab es drei gemeinsame „Essevents“. Das nachgeholte Geburtstagsessen für meinen Vater sowie ein gemeinsamer Weihnachtsbrunch mit meiner Familie und Pulled Pork mit den Eltern von davednb. Ich genieße beim Kochen immer, wenn ich in der Küche ruhig vor mich hinwerkeln kann – auch wenn ich bei meinem Vater hin und wieder von etwas merkwürdigen Gesprächen unterbrochen werde. Er so: “ Wo kommt der Bräter hin?“ Ich so: „Ich räum den gleich weg.“ Er so: „Aber stell ihn da hin, wo er hingehört. Sonst finde ich den nie wieder.“ Und trotzdem: Je älter unsere Eltern werden, desto wichtiger sind mir diese Besuche. Wer weiß, wie lange …

Vorbereitung auf den weihnachtlichen Familienbesuch

Vorweihnachtliches Telefonat mit meinem 82-jährigen Vater. Er so: Ich muss jetzt erst einmal den Umzug über die Bühne bringen. Ich so: Welchen Umzug? Er so: Nebenan ziehen morgen neue Nachbarn ein. Ich so: Hilfst du denn da?? Er so: Nein. Ich muss aber aufpassen, dass alles klappt. Ich stimme mich schon mal langsam auf die Gespräche während der Feiertage ein.

Die Woche in Stichworten

Eine wichtige Entscheidung getroffen. Fühlt sich wieder besser an. Buns & Sons im Laden Ein probiert. Sehr lecker war’s. Weihnachtsgeschenke verpackt. Reicht nun wieder mal für ein Jahr. Karnevalsuniform gekauft. Alaaf! Und jetzt noch die Weihnachtskarten … In dem Zusammenhang habe ich noch eine kleine, schon etwas ältere Geschichte aus meinem ersten Blog für euch :-) Davednb ist alles andere als ein begeisterter Weihnachtskartenschreiber. Entsprechend angespannt ist bei uns regelmäßig die Stimmung, wenn wir mit der Schreiberei beginnen. Ich so: Du hast die ganzen schönen Karten für Dich genommen! Er so: Dafür hast Du alle Weihnachtsmarken auf Deine Umschläge geklebt! Nachdem davednb mit den ersten Karten fertig ist, zückt er sein Adreßbuch. Ich so: Tsss, wie antiquiert. Ich hab alle meine Adressen in meinem Ipod. Kurze Stille, in der davednb gedankenverloren in seinem Adreßbuch blättert und ich auf meinen Ipod schaue. Ich so: Mist, mein Ipod ist abgestürzt.  Und davednb blättert weiter in seinem Adreßbuch, ein breites Grinsen im Gesicht.  

Echte Freunde?

Bei Testspiel fand ich einen interessanten Artikel über die FB-Seite des Anonymus.Kollektiv. Dass es sich bei dieser „Vereinigung“ nicht um die echte Anonymus-Bewegung handelt und auch in keinster Weise ähnliche Ziele verfolgt werden, hatte ich schon vorher gelesen. Interessant fand ich den auf der Testspiel-Seite verlinkten Service, mit dem man herausfinden kann, welche Facebook-Freunde die Seite von Anonymus.Kollektiv geliked haben. Gleich mal ausprobiert und trotz meiner sehr geringen FB-Freundezahl wirklich jemanden gefunden. Nun gut. In diesem Fall glaube ich tatsächlich an ein – wenn auch unnötiges – Missverständnis, das sich hoffentlich fix aufklären lässt, indem ich besagten FB-Freund darauf aufmerksam mache, was er da in Wirklichkeit geliked hat: Eine FB-Seite, die sich im AfD/Pegida-Umfeld tummelt und den Begriff „Lügenpresse“ benutzt. Noch interessanter fand ich allerdings den schon viel älteren Testspiel-Beitrag: Nach ähnlichem Prinzip kann man nämlich nicht nur nach FB-Freunden suchen, denen Anonymus.Kollektiv gefällt, sondern auch nach Personen, die bspw. die AfD oder NPD geliked haben. Oder auch Helene Fischer. Die ich zwar nicht mag, bei der ich aber doch deutlich toleranter wäre. Ok, zu Helene Fischer habe …

Angst davor, Angst zu haben.

Vor ein paar Jahren wurde bei uns eingebrochen. Am Schlimmsten daran war nicht der gestohlene Schmuck, auch wenn mein Hochzeitsgeschenk von davednb dabei war. Auch nicht mein Laptop. Das lässt sich alles wieder einigermaßen ersetzen. Auch nicht die Tatsache, dass Fremde meine Klamotten durchwühlt haben – das war mir sogar ziemlich egal. Am Schlimmsten fand ich die Angst davor, künftig immer Angst zu haben, wenn ich allein bin. Oder Angst, dass so etwas nochmal passiert, vielleicht auch mit schlimmeren Ausmaßen. Zum Glück kam es nicht so. Ich gehe heute genauso unbeschwert aus dem Haus wie früher und komme auch immer wieder unbesorgt zurück. Manchmal kommt die Erinnerung an den Anblick der eingeschlagenen Terrassentür wieder hoch. Aber doch ganz selten. Vor drei Jahren starb meine Schwester. De facto starb sie, weil sie Angst hatte, zum Arzt zu gehen. Sie ahnte, dass etwas nicht in Ordnung war, aber aus lauter Angst davor, ging sie nicht zum Arzt, der ihr möglicherweise noch hätte helfen können. Der Gedanke, wie viel ihr aus Angst entgangen ist, macht mich heute immer noch …

Refugees welcome – ein paar Infos

In letzter Zeit wurde und wird immer noch viel über die aktuelle Flüchtlingssituation geschrieben, es gibt zahlreiche sehr lesenswerte (und leider auch diverse richtig schlechte) Artikel zum Thema. Ich möchte hier gerne ein paar Links und Infos aufführen, die mir aktuell erwähnenswert erscheinen. — In unserem örtlichen Buchladen einzig und artig gibt es seit Kurzem eine ABC-Kiste. Man kann aus einem bedarfsorientierten Sortiment an Wörterbüchern auswählen, diese bezahlen und zur Verteilung geben. Tolle Idee, bei der man auf ganz einfachem Weg etwas Sinnvolles tun kann. — Morgen startet der Spenden-Express der KVB: Die KVB fährt mit einem Sonderzug durch die Stadt, an vier Haltestellen kann man Spenden abgeben, insbesondere für dringend benötigte Winterkleidung. In einer Liste wird aufgeführt, welche Sachen benötigt und gesammelt werden. Also räumt eure Kleiderschränke aus und schaut, was ihr vielleicht entbehren könnt. — Bei Stefanie Leo gibt es eine schöne Linkliste zum Thema „Deutsch als Fremdsprache“. Auf ihrem Blog findet man insgesamt den einen oder anderen guten Beitrag zum Thema. — In Düsseldorf wird von ein paar Bloggern am 14.11.2015 eine Bergische …

Mein Mixtape mit 16

Die Tage stolperte ich über die Blogparade von NurderTim – der Einfachheit halber kopier ich mal die Regel, wie er sie in seinem Blog beschrieben hat: Wie hätte ein von Dir für Dich erstelltes Mixtape ausgesehen, als Du 16 Jahre alt warst? Auf den 1. Blick fand ich die Idee sehr lustig. Als ich nach den Hits aus meinem Jahr 1988 googelte, hätte mich allerdings fast der Mut verlassen. Mir war klar: Das wird jetzt peinlich! Mein Musikgeschmack zur damaligen Zeit war freundlich formuliert in Teilen schlimm und massiv von irgendwelchem Chartmist dominiert.* Aus Mangel an für mich brauchbaren Alternativen (wir hatten ja nichts!) habe ich Musik immer aus dem Radio aufgenommen. Jeden Sonntag. Da hatte ich ansonsten Zeit für nichts, ohne Hitparade im Radio wäre mir eine Woche Musik entgangen. Aus heutiger Sicht vielleicht nicht unbedingt ein Nachteil, aber mit 16 wäre für mich die Welt untergegangen. Natürlich war es beim Aufnehmen immer total doof, wenn eine Kassette dem Ende zuging und das nächste Lied, das ich aufnehmen wollte, nicht mehr vollständig aufs Band passte. …

30th Summerjam

Eigentlich wollte ich auch ein paar Eindrücke vom Summerjam schreiben wie davednb. Klappt aber nicht so recht, mir ist bei der Hitze glaube ich mittlerweile das Hirn weggeschmolzen. Das einzige Problem bei dem Wetter ist ja, dass mein Gehirn so schnell auf Standby schaltet … — princess_cgn (@princess_cgn) 4. Juli 2015 Lest daher besser bei davednb nach. Über die Musik und die Bands, die wir gesehen und gehört haben. Kann der ohnehin besser als ich :-)

Mein Stress, dein Stress ….

Es kommt häufiger vor, dass mir andere Menschen erzählen, wie anstrengend es gerade für sie ist: Job, Alltag, Kinder, Partner/Partnerin … was auch immer. Da ich in der Regel lieber von den schönen Dingen erzähle, die ich erlebt habe, oder davon, was mich freut und mir Spaß macht, entsteht manchmal der Eindruck, bei mir sei alles easy, bei mir läuft alles von selbst. Gelegentlich höre ich auch: „Bei dir ist das anders, du hast ja keinen Stress.“ Ich frage mich dann jedes Mal, wie derjenige zu dieser Einschätzung kommt. Als vor 2,5 Jahre erst meine Schwester starb und kurz danach meine Mutter, gab es eine Person in meinem Umfeld, die mir sagte, ihre Situation sei trotzdem noch schlimmer als meine. Darüber bin ich damals ziemlich erschrocken. Welchen Sinn ergibt es, schlimme Dinge oder Erlebnisse gegeneinander „aufzurechnen“ und zu messen, wen es gerade härter getroffen hat? Warum ist es offenbar immer so wichtig, anderen zu sagen, wie viel Stress man hat? Mehr Stress zu haben als andere? Ist Stress haben ein Anzeichen für Relevanz und Wichtigkeit? Ich glaube das nicht. …