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Wandern auf Mallorca

Klar war, dass wir auf Mallorca wandern wollten und auch klar war, dass wir uns vorher einen Wanderführer kaufen würden, in unserem Fall den Rother Wanderführer für Mallorca. Nicht klar war, dass die Beschreibungen darin nicht immer ganz mit der Realität zusammenpassten. Zumindest nicht mit meiner. Daher gibt es hier nun meine Version der verschiedenen Wanderungen, die wir bisher gemacht haben. Die schwarzen Wanderungen ließen wir dabei direkt aus, die roten wurden auch noch sehr kritisch analysiert. Noch gut erinnere ich mich an den “sportlichen Spaziergang” im Piemont, der mich fast zum Kollabieren brachte und wo mich nur die große Portion Pasta und gekühltes Wasser oben auf dem Berg wieder zum Leben erwecken konnten. Tour 1: Rundweg Cala en Gossalba (Nr. 50) Laut Wanderführer handelt es sich hier um eine rote Tour von 1.50 Stunden. Die Anforderungen klangen machbar, einzige Herausforderung war eine kleine Steilstufe, die man hochklettern muss. Das klappte zunächst auch richtig gut, nachdem wir den Einstiegspunkt (km-Stein 14,9 auf der MA2210 zum Cap Formentor) gefunden hatten. Noch ging es auch nur einen …

In den Bergen über Sóller

Unsere 3. Station in Mallorca führte uns in den Westen der Insel, genauer gesagt weit oben auf einen Berg oberhalb von Biniaraix, einem kleinen Dorf bei Sóller. Schon die Tatsache, dass uns unser Gastgeber an einer Tankstelle in Sóller abholen wollte, hätte mich stutzig werden lassen müssen. Er wusste ja schon, dass wir den Weg hier hoch ohne ihn sicher nie gefunden hätten – wir dagegen noch nicht … Hier oben ist nichts. Gar nichts. Außer vier Schafen und einem Esel, die man mal mehr und mal weniger hören kann, meistens in Form von bimmelnden Glöckchen, die die Schafe um den Hals tragen, oder auch in Form verschiedenster Varianten von lautem Bäääh bis hin zu verhaltenem Böhöhö (Schafe) oder bockigem Iiiaah (Esel). Und -angeblich – 25 Vogelsorten, was ich aber noch nicht verifizieren konnte. Nachts kann man Fledermäuse beobachten. Eigentlich ist das ja nichts für mich. Zu einsam, zu wenig Menschen um mich herum, zu gruselig nachts, viel zu wenig Abwechslung. Aber momentan genieße ich es, finde es toll hier oben auf dem Berg nach …

Ein Nicht-Blogbeitrag

Ok, ich gebe es zu: Zu Beginn unseres Urlaubs war ich gar nicht so sicher, dass es mir hier auf Mallorca richtig gut gefallen würde. Gut 20 Spanienurlaube in meiner Kindheit mit der Familie und ein schlimmer Urlaub auf Gran Canaria mit @davednb hatten in den letzten Jahren ein gewisses Spanienbild bei mir geprägt: viel zu touristisch, viel zu viel Nepp, viel zu verbaut. Aber nun Mallorca, ich wollte einfach ausprobieren, wie es mir hier gefallen würde. Palma als 1. Anlaufstelle fand ich richtig gut, eine bunte, trubelige Stadt mit einer beeindruckenden Kathedrale, einem schönen Palast, einer herrlich verwinkelten Altstadt und leckeren Tapasbars. Aber das war Stadt, das ist immer ein wenig besonders. Was ich die ersten Tage so drumherum von Mallorca sah, löste dagegen nur mäßige Begeisterung bei mir aus. Bis wir dann von Palma aus die Westküste entlang zu unserer nächsten Station – Pollença im Norden – weiterfuhren. Schon die kleinen Orte im Westen und die Aussicht auf das herrlich blaue Meer von der schmalen Passstrasse aus gefielen mir richtig gut und ich …

Ein Königreich für ’nen Fiat 500

Auf einer Insel wie Mallorca bietet sich eher ein kleiner Mietwagen an als ein großes Gefährt. Insbesondere in Palma ist Parken kein Spaß und mittlerweile weiß ich auch, dass ich in puncto Parken noch einiges lernen kann. Auch unsere Vermieter empfahlen maximal Polo-Größe, daher hatten @davednb und ich uns extra für einen ganz kleinen Mietwagen entschieden. In der Mietwagenagentur: „You booked a really small car. We’ll give you an upgrade!“ Das hat ja wunderbar geklappt. Mit dem kleineren Wagen wäre ich eben sicherlich durch die enge Toreinfahrt durchgekommen, ohne mit dem Türgriff hängen zu bleiben. Zum Glück haben wir Vollkasko. Gnarf …

Ensaimadas – eine Kindheitserinnerung

In meiner Jugend verbrachte ich die Sommerferien sehr regelmäßig mit meiner Familie in Spanien. Eine Leckerei, an die ich mich noch sehr gut erinnere, sind Ensaimadas, so in etwa mallorquinische Schnecken aus einer Art Hefeteig, die ich früher unglaublich gerne mochte, aber nun schon seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen hatte. Umso größer war meine Begeisterung, als wir gleich bei unserer ersten Tour auf das kleine Café St. Cristo in der Fußgängerzone Calle de Sant Miquel (Ecke Costa Can Muntaner) stießen – einem (von wahrscheinlich 57 selbsternannten) Spezialisten für Ensaimadas. Die Dinger gibt es in verschiedenen Formen, süß oder herzhaft, mit Chorizo drauf oder Pudding drin, dekoriert mit Orangen oder in Plastik verpackt fürs nächste Frühstück. Mittlerweile weiß ich aber, dass Ensaimadas so am besten schmecken, wie ich sie als Kind kennengelernt habe: Pur ohne jeglichen Firlefanz obendrauf und frisch. Nicht anders! Das Café hat auch eine Website, allerdings steht hier eine andere Adresse: http://www.hornosantocristo.com/index.php.

Mit dem Fahrrad durch Palma

Auto fahren und insbesondere das Parken machen in Palma noch weniger Spaß als in der Kölner Innenstadt. Die Straße, in der wir wohnen, ist gerade mal zwei Autos breit, die Hälfte davon wird schon von den parkenden Autos belegt. Normalerweise parke ich seitlich rückwärts ein wie eine Eins, aber hier habe ich es direkt nach dem 1. Versuch aufgegeben, da in der engen Gasse überhaupt kein Platz zum Ausscheren ist. Nachdem wir glücklich einen Parkplatz gefunden hatten, war der Beschluss schnell gefasst: Das Auto bleibt stehen und wir bewegen uns nur noch mit den geschickterweise von unserem Vermieter bereit gestellten Rädern fort. Das macht in Palma auch richtig Spaß, denn ähnlich wie in Köln ist hier alles schön flach, so dass man gut vorwärts kommt. Und wenn doch eine Straße mal etwas zu steil ist mit einem Mehrgang-Fahrrad, dessen Schaltung leider im höchsten Gang den Geist aufgegeben hat, kann man notfalls auch mal ein Stück schieben. Zur Vorsaison kommt man aber selbst durch die engen Fußgängerzonen der Altstadt noch gut hindurch, wenn einem nicht gerade …

Bloggen – Tagebuchstil

1,5-Wochenrückblick vom 23.1. – 2.2.2014 Skiurlaub in Lermoos, 2. Teil. Donnerstag und Freitag waren unsere beiden letzten Tage auf Skiern und siehe da, auch davednb gab endlich zu, dass Ski fahren langsam anfängt, Spaß zu machen. Verletzungen gab es keine ausser blauen Flecken (ich) und fiesen Blasen am Schienbein (davednb). Nach 5 Tagen Ski fahren am Stück war ich ziemlich hin- und hergerissen zwischen “yeah – endlich Pause machen” und “oooch – will noch weiterfahren”. Am Samstag, unserem letzten Urlaubstag in Lermoos, machten wir noch einen Tagesausflug ohne Ski hoch auf die Zugspitze und nun habe ich schon mein Ziel für nächstes Jahr, denn hier oben will ich unbedingt auch mal Ski fahren – die Aussicht ist ein Traum und der weiße Schnee vor stahlblauem Himmel einfach nur wunderschön. Wir waren insgesamt 2x auf der Zugspitze oben und haben alle drei Fahrgelegenheiten ausprobiert: die Tiroler Zugspitzbahn, eine Gondel von Ehrwald aus, die Bayrische Zugspitzbahn, eine Zahnradbahn ab Garmisch Partenkirchen und auf der Rückfahrt noch die Eibsee-Seilbahn. Alle drei waren toll! Die Zahnradbahn fand ich am beschaulichsten auf ihrer Fahrt …