Alle Artikel in: Essen

Gaisburger Marsch

Ich bin zwar Schwabe und in Baden-Württemberg geboren, meine Eltern aber nicht. Gaisburger Marsch, eigentlich ein typisch schwäbisches Gericht, hatte ich noch nie gegessen, bis ich es kürzlich mal bei meiner Schwiegermutter zu essen bekam. Und – das muss jetzt bitte unter uns bleiben – das war so gar nicht meins. Viel Brühe (BRÜHE!), mittendrin eine dicke Kartoffel und anderes Zeugs, dazu gab es Spätzle. Das soll jemand essen? Also ich sicherlich nicht. Und ganz bestimmt würde ich so etwas auch nie selber kochen, wenn ich es nicht einmal essen will. Nun kamen allerdings zwei Dinge zusammen. Zum einen erzählte mir davednb, dass er Gaisburger Marsch sehr gerne mag. Und zum anderen stolperte ich kürzlich über ein sehr appetitlich aussehendes Bild eines Gaisburger Marschs in meinem Lieblingskochbuch Deutschland, vegetarisch. Hm. Als davednb die Tage mal wieder auf Geschäftsreise war, fasste ich mir ein Herz, kaufte kurz entschlossen die noch fehlenden Zutaten ein und machte mich am Tag seiner Rückkehr ans Werk, um ihn mit einem Gaisburger Marsch zu überraschen. Und stellte als Erstes fest: So mal eben schnell …

Rheinischer Hefezopf

Neulich entspann sich zwischen davednb, einer Freundin und mir eine lebhafte Diskussion, was eigentlich der perfekte Belag für einen schwäbischen Hefezopf ist. Nach davednb ist das Nutella. Oder Butter, wenn der Hefezopf ganz frisch ist. Aber niemals Butter und Nutella zusammen. Ich dagegen finde ja, wenn schon Fett, dann richtig, und esse Nutella daher grundsätzlich nur mit Butter drunter auf meinem Hefezopf. Oder dunkles Johannisbeergelee. Selbstverständlich auch das nur mit Butter. „Auf keinen Fall!“ meinte dagegen besagte Freundin. Ihrer Meinung nach kann man Hefezopf nur mit Honig essen. Mit Honig? Hab ich noch nie probiert, aber ich bin auch nicht so der Honigfan. Auf einen gemeinsamen Nenner kamen wir nicht, aber die Diskussion war mir Anlass genug, endlich mal wieder einen Hefezopf zu backen. Allerdings nicht nach dem schwäbischen Rezept meiner Schwiegermutter, denn wie das in der Generation so ist, gibt es kein vernünftiges Rezept dafür, man weiß doch auswendig, wie ein Hefezopf gemacht wird! Als sie auf mehrmaliges Bitten schließlich doch einmal versuchte, mir die Zubereitung aufzuschreiben, hatte ich nachher ein Rezept, bei dem auf der Zutatenliste zwar ein Ei stand, …

Los Carnales Laden Ein!

Die Organisatoren des Kölner Street Food Festivals haben etwas Neues auf die Beine gestellt: Laden Ein – ein tolles Konzept für ein PopUp-Restaurant, das es bisher so noch nicht gibt. Im Agnesviertel in der Blumenthalstrasse in einer ehemaligen Metzgerei wird eine Lokation mit Küche und Speiseraum sowie einem Koch zur Unterstützung für jeweils 14 Tage zur Verfügung gestellt. Zielgruppe sind Streetfoodanbieter, Leute, die über die Eröffnung eines Restaurants nachdenken, aber noch wenig Erfahrung damit haben und mal ausprobieren möchten, ob ein Restaurant für sie das Richtige ist. Eine coole Idee und besonders cool war, dass ich mit davednb und einigen anderen (Food)Bloggern bei der Eröffnung des Ladens dabei sein durfte. Den Anfang für die ersten 14 Tage machten die schon vom Street Food Festival bekannten Los Carnales mit ihren mexikanischen Snacks, die mit dem üblichen Tex-Mex-Kram mit fett Käse drüber wirklich nicht viel gemeinsam haben. Frische Zutaten, lecker zubereitet und toll gewürzt, dazu verschiedene selbstgemachte Salsadips – hatten mir die kleinen Kostproben auf dem Street Food Festival schon sehr gefallen, war ich von den angebotenen Speisen im Laden …

Essen, Essen, Essen …

Es war mal wieder Street Food Festival in Köln auf dem Gelände von Jack in the Box und netterweise war ich wieder eingeladen, im Rahmen eines Bloggerrundgangs daran teilzunehmen. Mittlerweile hat Maike die Organisation desselbigen übernommen, wieder war es toll, insbesondere da viele neue Anbieter dabei waren. All die noch unbekannten Leckereien auszuprobieren war ein Erlebnis und wer danach nicht satt und kugelrund nach Hause geht, der hat etwas falsch gemacht :-) Zunächst gab es einen feinen Kaffee bei der Kaffeefahrt, für einen Sonntag war es ja noch früh, da half leckeres Koffein beim Aufwachen. Schon wieder hatte ich allerdings versäumt, mir endlich mal Visitenkarten zuzulegen – beim nächsten Mal dann! Als nächstes überfielen wir im wahrsten Sinne des Wortes die Fix Würschtelbude, da der Zeitplan kurzfristig ein bisschen abgeändert werden musste. Klappte aber trotzdem super und die kurze Wartezeit überbrückten wir mit „Wer war schon mal dabei, wer ist neu, wer kennt wen ….?“ Und zur Belohnung fürs Warten gab es Hot Dogs mit deftigen Wiener Käsekrainern. Das war schon mal ein sehr netter Anfang. Überraschend war für mich …

T(h)unfisch-Tramezzini

Momentan liegen hier noch viele Themen gedanklich auf Halde, es war wieder einiges los in letzter Zeit: Der Englandurlaub möchte noch verbloggt werden, BarCamp war, Streetfoodfestival war heute mit einigen neuen Highlights, Cat Ballou-Konzert, Rocko Schamoni mit Orchester, Blogger für Flüchtlinge ist überall ein Thema und der FC hat gegen Gladbach gewonnen. Aber irgendwie fehlt mir gerade ein wenig die Muse zum Bloggen, daher bin ich froh, dass ich nach unserem Grillfest im August noch etwas zum Essen vorbereitet hatte: Ein Rezept für Thunfisch-Tramezzini. Tramezzini kommen ursprünglich aus Italien und sind eine Art Sandwiches aus ungetoastetem Weißbrot ohne Rinde, die mit Belag bestrichen und anschließend jeweils in zwei Dreiecke geschnitten werden. Rezepte für den Belag gibt es jede Menge, bei uns hat sich eine Variante durchgesetzt, die es immer als kleinen Snack vorweg zum Grillen gibt. Die Idee habe ich vor einigen Jahren schon von Martin übernommen, die Tramezzini sind mittlerweile fester Bestandteil bei unserem jährlichen Grillfest. Die Menge reicht für zwei große Platten, von denen etwa 20 Personen gut satt werden. Hierfür benötigt man …

Erbsen-Dip

Sommerzeit ist Grillzeit und daher taucht hier natürlich auch das ein oder andere Grillrezept auf wie kürzlich schon die Lamm-Marinade. Heute verrate ich euch einen weiteren meiner Lieblinge, ursprünglich entdeckt bei Lu. Im Original nennt sich das Rezept „Erbsen-Crostini mit Dill und Feta“, aber mittlerweile mache ich nur noch den Dip an sich und jeder kann ihn so essen, wie er mag: Auf (geröstetes) Baguette, zum Fleisch, als Salat, einfach pur … lecker ist er immer. Und zubereitet ist er auch ganz fix. Üblicherweise mache ich für eine kleine Grillfeier gut die doppelte Menge, bei den Erbsen nehme ich noch deutlich mehr. Zunächst lasse ich etwa 600 gr TK-Erbsen in einer Schüssel ausreichend lange auftauen, damit sie schön weich sind. Diese Erbsen werden nach dem Auftauen mit was auch immer (Mörser, Gabel, Kartoffelstampfer …) möglichst klein zerstampft, so dass am Ende ein stückiger Erbsenbrei entsteht. In diesen Brei gebe ich 2 mit der Knoblauchpresse zerkleinerte Knoblauchzehen. Ich glaube mittlerweile, in jedem leckeren Grillrezept kommt Knoblauch vor, kann das sein? Anschließend kommt ein Bund klein gehackter Dill und frisch gemahlenes …

Superleckere Lamm-Marinade

Eigentlich ist das Rezept aus einem Ottolenghi-Buch,  ich habe es von Schrettnix bekommen und zu unserem diesjährigen Sommergrillen wurde es gleich mal ausprobiert. Davednb hatte über yourbeef 1 kg Lammkarree bestellt, das wir zu einzelnen Lammkoteletts zerteilt haben. Dazu passte die Marinade perfekt. Ich habe mich dabei nicht exakt an die Mengenangaben gehalten – das Tolle daran war, dass die genauen Mengen gar nicht so wichtig waren, sondern die Mischung der vielen frischen Kräuter einfach einen sensationellen Geschmack erzeugte. Und hier geht’s zum Rezept … Der Reihe nach werden zuerst 1 Bund Petersilie  danach 1 Bund Minze und zum Schluss 1 Bund Koriander  jeweils komplett inkl. Blättern und Stängeln mit dem Mixer oder einfacher noch in einem Mixbecher mit dem Pürierstab püriert. Als nächstes kommen 4 Knoblauchzehen und ein kleines Stück Ingwer dazu; es wird weiter püriert. Nach Rezept kommen nun 3 entkernte Chilischoten dazu. Bei frischen Chilischoten aus dem eigenen Garten sollte man etwas vorsichtiger sein – meine Marinade brannte anfangs wie Feuer! Und auch mit den restlichen Zutaten konnte ich die Schärfe kaum mildern: Das Kräuter-Knoblauch-Chiligemisch wird mit 1/2 TL …

Es ist Sommer ….

Und damit wieder Zeit für den Summer of Supper im Marieneck. Auch dieses Jahr hatte ich das Vergnügen, mit davednb dabei zu sein, wir hatten gleich für zwei Abende Tickets ergattert. Terminbedingt war die Auswahl ein wenig eingeschränkt, aber wir haben definitiv zwei schöne Veranstaltungen erlebt. Meine Twitter-Timeline hatte ich schon mal vorgewarnt, dass die nächsten Tweets verstärkt mit Essen zu tun haben könnten. Ich bin beim Essen und genieße es. Ihr müsst mich schon muten, damit ich aufhöre :-) #summerofsupper — princess_cgn (@princess_cgn) 10. Juli 2015 Der 1. Abend wurde von Sarah und Schelli ausgerichtet. Schelli und sein tolles Brot hatten wir letztes Jahr schon kennengelernt, dieses Mal sollte es jeden einzelnen Gang begleiten. Sarah kannten wir noch nicht und wie sie uns hinterher erzählte, war es ihr 1. Supperclub. Von Nervosität haben wir allerdings nichts bemerkt, der ganze Abend verlief wunderbar entspannt. Offensichtlich waren davednb und ich die einzigen Twitterer/Blogger. Zumindest hatten wir als Einzige das Smartphone auf dem Tisch liegen und machten Essensfotos. Nur 2 Twitterer hier. @davednb und ich. Hört mir überhaupt jemand zu? …

Rhabarberketchup

Bei Maja war ich über ein interessantes Rezept gestolpert: Rhabarberketchup zum Selbermachen. Ich hatte bisher weder jemals etwas mit Rhabarber zubereitet, noch irgendwann mal Ketchup selbst gemacht. Das Rezept klang aber gleichzeitig einfach und lecker, so dass ich es umgehend ausprobieren wollte. Gesagt, getan – ich musste nicht einmal viel einkaufen* (fragt nicht, warum ich Senfkörner im Haus habe, ich kann mich selbst nicht mehr an den Grund dafür erinnern ….). Man nehme 1 kg Rhabarber 2 kleine Zwiebeln 1 kleine Dose Kirschtomaten in Tomatensaft 200 ml Weißweinessig (aus der Heimat)  250 g Rohrzucker 2 Lorbeerblätter (habe ich sogar frisch im Garten) 1 TL Senfkörner 10 schwarze Pfefferkörner 2 kleine getrocknete Chilis frisch gemahlener Pfeffer und Meersalz und werfe alles zusammen in einen großen Topf. Also so in etwa. Der Rhabarber wird geputzt und in kleine Stücke geschnitten, die Zwiebeln geschält und geviertelt, die Tomaten dazu, der Essig drüber, anschließend lässt man alles ein wenig aufkochen und kippt den Zucker hinterher. Zu guter Letzt kommen die Gewürze in einem Teeei oder Teesieb in den Topf und köcheln eine …

Frühstücken bei Madame Tartine

Aus Zeitmangel gibt es diese Woche nur einen kurzen Blogeintrag, aber dafür einen Frühstückstipp für euch – ich habe heute das Madame Tartine in der Venloer Strasse besucht, ein winziges Cafe, in dem man sehr entspannt sitzen und lauter feine Sachen essen kann: Es gibt natürlich klassisches Frühstück mit Croissant, Pain au chocolat oder getoastetem Weißbrot mit ausgefallenen Aufstrichen dazu, bspw. eine Spekulatiuscrème, die ich ausgesprochen lecker fand. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt auch die selbstgemachte gesalzene Karamellcrème testen, aber da kam mir heute die Auswahl an verschiedene Tartines und Croque Monsieur dazwischen, die es außerdem noch gibt. Eine Tartine sah leckerer aus als die andere und ich hätte mich am liebsten durch die ganze Karte gefuttert. Bis zu den selbst gemachten Suppen und Kuchen bin ich leider gar nicht mehr gekommen. Der Kaffee ist lecker und es gibt meine Lieblingslimo – sauer Rhabarberschorle, die einzige wirklich saure Rhabarberlimo. Das Ambiente fand ich sehr ansprechend, das Café füllte sich allerdings erstaunlicherweise nur langsam, obwohl es kürzlich auch in der StadtRevue sehr positiv erwähnt wurde. Geht da hin …