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Rhabarberzeit

Auch wenn ich ausgesprochen gerne Kuchen esse, bin ich selber nicht so der große Bäcker und es kommt eher selten vor, dass ich Lust zum Backen habe. An diesem schönen, langen Wochenende wollte ich aber unbedingt Kuchen haben, am liebsten einen selbst gebackenen, nichts vom Konditor, und am allerliebsten noch etwas mit Rhabarber! Da passte es nur zu gut, dass ich (mit etwas Verspätung) mal wieder im Blog vom Tastesheriff gestöbert hatte und mich von ihren schönen Bildern und dem leckeren Rhabarberkuchenrezept inspirieren lassen konnte.

Also mal schnell davednb zum Einkaufen geschickt und los gebacken!

Die Zubereitung ist denkbar simpel. Ich musste lediglich kurz googeln, wie man eigentlich Rhabarber schält (und fragte mich dabei, wie man wohl früher spontan einen Rhabarberkuchen gebacken hätte).

Es gibt zwei Dinge, die ich beim Backen häufig vergessen: Den Backofen vorzuheizen (in diesem Fall auf 175°) und die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen. Notfalls muss für Letzteres die Mikrowelle herhalten, denn mit brettharter Butter funktioniert das Rühren nicht besonders.

Zuerst putzt man 200 gr Erdbeeren und schält 300 gr Rhabarber. Die Erdbeeren werden geteilt, der Rhabarber in etwa 1 cm große Stücke geschnitten. Das nächste Mal würde ich den Kuchen vielleicht sogar zu Lasten der Erdbeeren etwas rhabarbiger machen, aber das ist natürlich Geschmacksache.

In einer Schüssel werden 175 gr weiche Butter, 1 Päckchen Vanillezucker und 175 gr Zucker mit dem Mixer verrührt. Nach und nach kommen 3 Eier dazu, die ebenfalls gründlich mit der Buttermasse vermischt werden. Es folgen 275 gr Mehl (sieben? Nicht sieben? Ich siebe immer.), 1/2 Päckchen Backpulver und 125 gr griechischer Joghurt, der dem Teig mit seinem hohen Fettanteil eine wunderbar cremige Konsistenz verleiht.

Die Teigmasse kommt anschließend in eine gefettete, eingemehlte Springform. Dass das Rezept für eine 24er Springform gedacht ist, habe ich völlig übersehen, ich habe nur eine 26er, das ging schon auch, aber der Kuchen wird natürlich flacher.

Die Rhabarber- und Erdbeerstücke werden mit 1 EL Zucker vermischt und anschließend auf dem Teig verteilt: Die Hälfte der Früchte wird ca. 1 cm in den Teig gedrückt, der Rest kommt oben drauf.

Der Kuchen darf dann für 45-55 Minuten bei 175° in den Ofen und wird nach dem Backen noch mit Puderzucker bestäubt – das Ergebnis kann sich sehen (und essen) lassen!

Beim nächsten Mal achte ich darauf, das Obst etwas sorgfältiger auf dem Kuchen zu verteilen. Bei mir knubbelt es sich ein wenig in der Mitte, während der Rand teilweise etwas obstfrei geblieben ist. Möglicherweise bietet die größere Springform generell mehr Platz für Obst, als im Rezept vorgesehen. Macht aber nichts, für den 1. Versuch ist der Kuchen toll und es wird bestimmt noch weitere Versuche geben.

Das Rezept wanderte übrigens auf direktem Weg zu meiner Schwester nach Süddeutschland, wurde dort gleich nachgebacken und der Kuchen anschließend umgehend von einer Meute Kuchenesser vertilgt und für lecker befunden. Von meiner Schwester kam auch der Hinweis mit der Springform. Sie ist eben doch der bessere Bäcker :-)

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