Sonstiges Zeugs
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imipressionen

2015 fand ich in mancher Hinsicht anstrengend. Auf der einen Seite durch ein herausforderndes Projekt, auf der anderen Seite durch das Gefühl, in meiner Freizeit auch nichts auslassen zu wollen. Was fehlte, waren ausreichende Ruhezeiten zwischendurch.

Die Familienbesuche über die Weihnachtsfeiertage boten da auch nicht unbedingt die gewünschte Entspannung; das Treffen mit einer langjährigen Freundin – immer mein persönliches Highlight, wenn wir im Ländle unterwegs sind – fiel diesmal leider krankheitsbedingt kurzfristig aus. Dafür gab es drei gemeinsame „Essevents“. Das nachgeholte Geburtstagsessen für meinen Vater sowie ein gemeinsamer Weihnachtsbrunch mit meiner Familie und Pulled Pork mit den Eltern von davednb. Ich genieße beim Kochen immer, wenn ich in der Küche ruhig vor mich hinwerkeln kann – auch wenn ich bei meinem Vater hin und wieder von etwas merkwürdigen Gesprächen unterbrochen werde.

Er so: “ Wo kommt der Bräter hin?“
Ich so: „Ich räum den gleich weg.“
Er so: „Aber stell ihn da hin, wo er hingehört. Sonst finde ich den nie wieder.“

Und trotzdem: Je älter unsere Eltern werden, desto wichtiger sind mir diese Besuche. Wer weiß, wie lange sie so noch stattfinden können. Wer weiß, wie Weihnachten mal sein wird, wenn dieser zentrale Treffpunkt – das Elternhaus – nicht mehr existiert. Auch wenn es mich wahnsinnig macht, dass ich beim Betreten des Hauses umgehend wieder zum Kleinkind mutiere, dass ich jedes Mal meinen üblichen Tagesrhythmus komplett umkrempeln muss, gibt es für mich keinen anderen Ort, in dem Familie so völlig selbstverständlich zusammenkommt, wie das eigene Elternhaus.

Nach Weihnachten ging es wieder mit davednb nach Hamburg zum 32C3, wieder habe ich einige interessante und kurzweilige Vorträge gehört (und bin praktisch in jedem Talk einmal zwischendurch vor Müdigkeit eingeschlafen), Freunde getroffen, in der Bullerei ein grandioses Stück Rinderschulter gegessen und einen Shoppingbummel durch das Schanzenviertel unternommen. Und wieder in der Superbude übernachtet, ein wirklich tolles Hostel, ich mag die Atmosphäre dort unheimlich (aber psst, behaltet das bitte für euch, denn ich möchte auch bei meinem nächsten Hamburgbesuch wieder dort übernachten).

Leider habe ich mich auf dem Kongress immer noch nicht getraut, mehr den Kontakt zu anderen Kongressteilnehmern zu suchen, indem ich bspw. an einem der zahlreichen Workshops teilnehme oder die Leute bei den verschiedenen assemblies einfach mal mit Fragen löchere, um so mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Bisher haben sich meine Kongressbesuche immer im wesentlichen auf Vorträge und passives Zuschauen beschränkt. Was mich hinterher jedes Mal nervt. Das möchte ich beim nächsten Kongress wirklich gerne anders machen. Kann man sich eigentlich auch dann bei den Chaospatinnen melden, wenn man nicht das 1. Mal auf dem Kongress ist? Vielleicht wäre das eine gute Idee.

Für das neue Jahr habe ich mir Folgendes vorgenommen:

  • wieder mehr auf Pausen achten
  • mich mehr trauen
  • einfach machen
  • meine Zeit mit den für mich relevanten Menschen und Dingen verbringen

Und insgesamt einfach wieder mehr darauf achten, dass es mir gut geht!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein tolles 2016, passt auf euch auf und lasst es euch gut gehen :-)

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