Monate: Januar 2016

Heimat

Ich bin in letzter Zeit schon öfter um das neue Kochbuch Heimat von Tim Mälzer herumgeschlichen, nicht zuletzt nachdem ich auf Inspiration durch ix die superleckere Sauerkrautsuppe daraus ausprobiert habe. Und nun gab es die Tage eine kleine Überraschung von davednb :-) Ich hab das Buch natürlich gleich mal durchgeblättert und alle tollen Rezepte mit kleinen Merkern beklebt. Über die ersten Ergebnisse werde ich sicher in Kürze berichten können.

Sauerkrautsuppe – das klingt schon nicht lecker!

Dachte ich mir so, als mir davednb das 1. Mal von dieser Suppe erzählte. Als ich mir das Rezept dazu bei ix anschaute, fand ich außerdem: „Das sieht auch nicht so richtig lecker auch …“ Aber wie sich schon beim Gaisburger Marsch gezeigt hat, sollte ich wohl öfter auf davednb hören. Bei Essen hat er eine gute Nase. Da davednb diese Sauerkrautsuppe hartnäckig immer wieder erwähnte, kam sie kürzlich doch noch auf den Speiseplan, wenn auch etwas widerwillig. Die Zubereitung ist schön einfach und das Resultat hat mich letztlich sehr überzeugt – das war lecker! Und genau das Richtige, wenn man am Ende eines kalten Regentags müde und durchgefroren nach Hause kommt. Also: Ausprobieren! Zuerst schneidet man 2 mittelgroße Zwiebeln in feine Ringe (oder wer es kleiner mag: in Stücke – ich sag nur Gaisburger Marsch) und dünstet diese in etwas Butter glasig an. Danach kommen die ganzen Zutaten dazu: 750 gr Sauerkraut (ich habe eine große Dose Sauerkraut genommen), 2 EL Flüssighonig (ich hatte Waldhonig, der ist etwas herber im Geschmack), 1/2 TL gemahlener Kümmel, 1 EL …

Gaisburger Marsch

Ich bin zwar Schwabe und in Baden-Württemberg geboren, meine Eltern aber nicht. Gaisburger Marsch, eigentlich ein typisch schwäbisches Gericht, hatte ich noch nie gegessen, bis ich es kürzlich mal bei meiner Schwiegermutter zu essen bekam. Und – das muss jetzt bitte unter uns bleiben – das war so gar nicht meins. Viel Brühe (BRÜHE!), mittendrin eine dicke Kartoffel und anderes Zeugs, dazu gab es Spätzle. Das soll jemand essen? Also ich sicherlich nicht. Und ganz bestimmt würde ich so etwas auch nie selber kochen, wenn ich es nicht einmal essen will. Nun kamen allerdings zwei Dinge zusammen. Zum einen erzählte mir davednb, dass er Gaisburger Marsch sehr gerne mag. Und zum anderen stolperte ich kürzlich über ein sehr appetitlich aussehendes Bild eines Gaisburger Marschs in meinem Lieblingskochbuch Deutschland, vegetarisch. Hm. Als davednb die Tage mal wieder auf Geschäftsreise war, fasste ich mir ein Herz, kaufte kurz entschlossen die noch fehlenden Zutaten ein und machte mich am Tag seiner Rückkehr ans Werk, um ihn mit einem Gaisburger Marsch zu überraschen. Und stellte als Erstes fest: So mal eben schnell …

imipressionen

2015 fand ich in mancher Hinsicht anstrengend. Auf der einen Seite durch ein herausforderndes Projekt, auf der anderen Seite durch das Gefühl, in meiner Freizeit auch nichts auslassen zu wollen. Was fehlte, waren ausreichende Ruhezeiten zwischendurch. Die Familienbesuche über die Weihnachtsfeiertage boten da auch nicht unbedingt die gewünschte Entspannung; das Treffen mit einer langjährigen Freundin – immer mein persönliches Highlight, wenn wir im Ländle unterwegs sind – fiel diesmal leider krankheitsbedingt kurzfristig aus. Dafür gab es drei gemeinsame „Essevents“. Das nachgeholte Geburtstagsessen für meinen Vater sowie ein gemeinsamer Weihnachtsbrunch mit meiner Familie und Pulled Pork mit den Eltern von davednb. Ich genieße beim Kochen immer, wenn ich in der Küche ruhig vor mich hinwerkeln kann – auch wenn ich bei meinem Vater hin und wieder von etwas merkwürdigen Gesprächen unterbrochen werde. Er so: “ Wo kommt der Bräter hin?“ Ich so: „Ich räum den gleich weg.“ Er so: „Aber stell ihn da hin, wo er hingehört. Sonst finde ich den nie wieder.“ Und trotzdem: Je älter unsere Eltern werden, desto wichtiger sind mir diese Besuche. Wer weiß, wie lange …