Monate: Juni 2015

Tagebuchbloggen – meine Woche in Kurzform

Die Woche begann mit nettem Besuch – das französische Aupair meines Schwagers hatte sich für ein paar Tage angemeldet. Köln ist sicherlich sehr gut geeignet, um einen etwas ausgewogeneren Eindruck von Deutschland zu bekommen als lediglich ein Jahr in einem kleinen, schwäbischen Provinzdorf. Unser Besuch war froh, dass bei uns nicht schon um 18 Uhr gegessen wird, war sehr angetan, dass Köln von EL-DE-Haus über Schokomuseum bis zu Shopping einiges zu bieten hat und fuhr schließlich nach drei Tagen mit vielen bunten Eindrücken wieder in ihr deutsches Zuhause. Das Wetter war leider ausgesprochen besuchsunfreundlich, es regnete fast in einem fort, aber immerhin den Sonntagabend konnten wir mit selbst gemachter Pizza noch gemütlich draußen auf der Terrasse verbringen. Und ich weiß jetzt, dass Glockenspiel auf französisch carillon heißt und Vorhängeschloss cadenas. Das hilft schon sehr, wenn man Besuch aus Frankreich bekommt und ein wenig über die Stadt erzählen möchte. Diese Woche habe ich zum 1. Mal den Lean In Circle von Barbara Lampl besucht und fand den Abend sehr unterhaltsam und bereichernd, ich gehe auf jeden Fall wieder hin. Inspiriert …

Mein Stress, dein Stress ….

Es kommt häufiger vor, dass mir andere Menschen erzählen, wie anstrengend es gerade für sie ist: Job, Alltag, Kinder, Partner/Partnerin … was auch immer. Da ich in der Regel lieber von den schönen Dingen erzähle, die ich erlebt habe, oder davon, was mich freut und mir Spaß macht, entsteht manchmal der Eindruck, bei mir sei alles easy, bei mir läuft alles von selbst. Gelegentlich höre ich auch: „Bei dir ist das anders, du hast ja keinen Stress.“ Ich frage mich dann jedes Mal, wie derjenige zu dieser Einschätzung kommt. Als vor 2,5 Jahre erst meine Schwester starb und kurz danach meine Mutter, gab es eine Person in meinem Umfeld, die mir sagte, ihre Situation sei trotzdem noch schlimmer als meine. Darüber bin ich damals ziemlich erschrocken. Welchen Sinn ergibt es, schlimme Dinge oder Erlebnisse gegeneinander „aufzurechnen“ und zu messen, wen es gerade härter getroffen hat? Warum ist es offenbar immer so wichtig, anderen zu sagen, wie viel Stress man hat? Mehr Stress zu haben als andere? Ist Stress haben ein Anzeichen für Relevanz und Wichtigkeit? Ich glaube das nicht. …

Rhabarberketchup

Bei Maja war ich über ein interessantes Rezept gestolpert: Rhabarberketchup zum Selbermachen. Ich hatte bisher weder jemals etwas mit Rhabarber zubereitet, noch irgendwann mal Ketchup selbst gemacht. Das Rezept klang aber gleichzeitig einfach und lecker, so dass ich es umgehend ausprobieren wollte. Gesagt, getan – ich musste nicht einmal viel einkaufen* (fragt nicht, warum ich Senfkörner im Haus habe, ich kann mich selbst nicht mehr an den Grund dafür erinnern ….). Man nehme 1 kg Rhabarber 2 kleine Zwiebeln 1 kleine Dose Kirschtomaten in Tomatensaft 200 ml Weißweinessig (aus der Heimat)  250 g Rohrzucker 2 Lorbeerblätter (habe ich sogar frisch im Garten) 1 TL Senfkörner 10 schwarze Pfefferkörner 2 kleine getrocknete Chilis frisch gemahlener Pfeffer und Meersalz und werfe alles zusammen in einen großen Topf. Also so in etwa. Der Rhabarber wird geputzt und in kleine Stücke geschnitten, die Zwiebeln geschält und geviertelt, die Tomaten dazu, der Essig drüber, anschließend lässt man alles ein wenig aufkochen und kippt den Zucker hinterher. Zu guter Letzt kommen die Gewürze in einem Teeei oder Teesieb in den Topf und köcheln eine …

Frühstücken bei Madame Tartine

Aus Zeitmangel gibt es diese Woche nur einen kurzen Blogeintrag, aber dafür einen Frühstückstipp für euch – ich habe heute das Madame Tartine in der Venloer Strasse besucht, ein winziges Cafe, in dem man sehr entspannt sitzen und lauter feine Sachen essen kann: Es gibt natürlich klassisches Frühstück mit Croissant, Pain au chocolat oder getoastetem Weißbrot mit ausgefallenen Aufstrichen dazu, bspw. eine Spekulatiuscrème, die ich ausgesprochen lecker fand. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt auch die selbstgemachte gesalzene Karamellcrème testen, aber da kam mir heute die Auswahl an verschiedene Tartines und Croque Monsieur dazwischen, die es außerdem noch gibt. Eine Tartine sah leckerer aus als die andere und ich hätte mich am liebsten durch die ganze Karte gefuttert. Bis zu den selbst gemachten Suppen und Kuchen bin ich leider gar nicht mehr gekommen. Der Kaffee ist lecker und es gibt meine Lieblingslimo – sauer Rhabarberschorle, die einzige wirklich saure Rhabarberlimo. Das Ambiente fand ich sehr ansprechend, das Café füllte sich allerdings erstaunlicherweise nur langsam, obwohl es kürzlich auch in der StadtRevue sehr positiv erwähnt wurde. Geht da hin …