Essen, Reisen
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Eine Reise ins Piemont

1. Teil – Essen

Fast drei Jahre war unser letzter Besuch im Piemont jetzt her. Vor 2,5 Jahren hatten die bisherigen Besitzer die Cascina Grassi verkauft und damals war ich mir sehr sicher: „Da will ich nicht mehr hin!“ Ohne die beiden konnte ich mir die Cascina einfach sehr lange nicht mehr als den wunderschönen Relaxurlaubsort vorstellen, der er bisher für mich gewesen war. Irgendwann änderte ich allerdings meine Meinung – und das zum Glück! Denn auch mit den neuen Besitzern hat die Cascina Grassi nichts von ihrem Charme verloren, durchaus notwendige Veränderungen wurden sehr behutsam vorgenommen, die eigene Note eingebracht, ohne aber das Gesamtbild und damit den Charakter zu beeinträchtigen. Und so war es einfach wieder ein toller Urlaub, ein paar Tage Wandern, Essen, Trinken, Chillen in herrlicher Umgebung bei sympathischen Menschen – genau das, was davednb und ich für ein paar Tage gesucht hatten.

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, nicht jeden Tag essen zu gehen, man hält das kaum aus, aber letztlich war das Angebot doch zu groß und zu verlockend, so dass wir uns für eine ausgewogene Mischung aus Bewegung und Essen/Trinken entschieden, um doch all die leckeren Speisen ausprobieren zu können. In Summe kamen somit in fünf Tagen bei mir 30 (bei mir) bzw. 31 (bei davednb) Gänge zusammen.

Ein piemontesisches Menü besteht immer aus Antipasti (Vorspeisen) in unterschiedlicher Anzahl, einem Primo (Pastagericht), einem Secondo (Fleischgericht) und dem Dolce (Nachtisch) ganz zum Schluss. Üblicherweise bekommt man erst mit dem Servieren gesagt, was jeweils im Angebot ist, und kann auswählen, ob man den Gang essen möchte oder auslässt. Mittlerweile gehen aber immer mehr Restaurants dazu über, wie bei uns Speisekarten zu erstellen, so dass man im Vorfeld auswählen kann. Ich finde eigentlich den Überraschungsmoment viel schöner und dieses Vorgehen führt auch öfter mal dazu, dass ich Dinge ausprobiere, die ich selber nicht unbedingt ausgewählt hätte. Auberginen-Quiche beispielsweise. Ich mag keine Auberginen und war daher sehr angenehm überrascht, wie lecker die Quiche mir schmeckte. Eigentlich war durchgehend alles lecker, was uns serviert wurde. Auf den nachfolgenden Bildern sind meine Favoriten zu sehen.

Antipasti

Für mich immer das Highlight eines Menüs, da sich die piemontesischen Köche bei den Vorspeisen  am kreativsten zeigen und dieser Gang daher immer kleine Überraschungen bietet. Bei meinen Favoriten sind dennoch auch einige Klassiker dabei. Carne Cruda zum Beispiel (ja, ich gebe es zu: Ich liebe rohes Fleisch ….). Aber der nussige Robiola mit den Zwiebeln war auch ganz fantastisch!

Grüner Spargel mit Parmesan und Spiegelei

Grüner Spargel mit Parmesan und Spiegelei

Robiola im Nussmantel auf Balsamicozwiebeln

Robiola im Nussmantel auf Balsamicozwiebeln

Auberginen-Quiche

Auberginen-Quiche

Carne Cruda

Carne Cruda

Primo

Mit keinem Gericht kann man mir soviel Freude bereiten, wie mit einem Teller Pasta und Spaghetti con ragu (oder auch Spaghetti Bolognese) gehört dabei zu meinen allergrößten Lieblingen.

Spaghetti con ragu

Spaghetti con ragu

Risotto

Risotto

Secondo

Lamm mit saisonalem Gemüse

Lamm mit saisonalem Gemüse

Der Gang eines Menüs, auf den ich normalerweise am leichtesten verzichten kann. Aber das Lamm hört sich ja schon sehr lecker an. Oder das Kaninchen. Oder das Reh mit der Blaubeersoße. Oder …

Dolce

Der Nachtisch fällt bei mir in der Regel entweder in die Kategorie „Ochhmnee, das brauch ich jetzt nicht“ oder „Mann, wie lecker, davon würde ich gerne mindestens noch drei weitere Portionen essen bis ich platze!!!“ Oft sehen gerade die Desserts der letzteren Kategorie eher unspektakulär aus, so wie bspw. die Panna Cotta von Gianna – ich habe aber noch nie eine bessere gegessen!

Tiramisu

Tiramisu

Panna Cotta mit Erdbeeren

Panna Cotta mit Erdbeeren

Essen gehen im Piemont muss nicht unbedingt teuer sein. Als wir in der kleinen Osteria in Roccaverano die Rechnung bekamen, dachten wir trotzdem erst, die Bedienung hätte sich verrechnet. Einfache Küche, gute Qualität und das noch zu einem günstigen Preis – hier kann man ruhig öfter mal essen gehen :-)

Die Rechnung ...

Die Rechnung …

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