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Noch einmal Zugspitze!

Schon bald nach unserem Skiurlaub im Februar hatten davednb und ich beschlossen, noch für ein weiteres Übungswochenende auf die Zugspitze zu fahren und bereits im März wurde dieses Vorhaben auch in die Tat umgesetzt. Eigentlich wollten wir unseren Ausflug in den Süden noch mit einem Verwandtenbesuch in München verbinden, der aber krankheitsbedingt leider ins Wasser fiel, da die Tante ganz plötzlich ins Krankenhaus musste. Kurzfristig wurde auch noch aufgrund der Lufthansa-Streiks unser Flug nach München gecancelt, aber da die kranke Tante mehr oder weniger auf unseren Besuch bestand und wir noch einen späteren Ersatzflug ergattern konnten, fand die Reise trotzdem statt – Freitagabend ging es mit leichter Verspätung nach München, gleich früh am nächsten Tag nach Garmisch und mit der Seilbahn ab auf die Zugspitze.

Die hing allerdings den gesamten Samstag über in einer dicken Nebelwolke.

Sehen konnte man nicht viel, daher trauten wir uns den 1. Tag über auch nicht vom Idiotenhügel weg, den wir vom letzten Besuch gut kannten und von dem wir wussten, dass er keine unangenehmen (unsichtbaren) Überraschungen für uns barg. Das war jetzt nicht besonders aufregend, aber unter für Anfänger erschwerten Bedingungen (dichter Nebel, Neuschnee, ungeräumte Piste …) zum Einfahren schon mal ganz gut. Zweimal wagte ich einen Versuch, zur Nachbarpiste hinüber zu fahren. Von unserem letzten Besuch wusste ich etwa, wo der entsprechende Weg lag, konnte mich aber auch noch gut erinnern,  dass er relativ schmal war.

Und beide Male sah ich …. nichts!

nebel

Erst am nächsten Tag bei deutlich schönerem Wetter konnte ich die drei großen Pistenraupen erkennen, die gut sichtbar den Rand der Piste markierten und vor denen ich hätte abbiegen müssen. Der Anblick dieses völlig undurchdringlichen Nichts war beeindruckend und einschüchternd zugleich und hielt uns letztlich den gesamten Tag auf der Anfängerpiste.

Die Sache hatte leider noch einen weiteren Nachteil: Auf der Anfängerpiste gab es nur einen Schlepplift und zur Hütte zurück musste man einen Hang hinauf, für den man auf der Piste selber aber nicht genug Schwung bekam. Ich hoffe, der dichte Nebel hat mein mehrmaliges Fluchen verschluckt. Abends war ich jedenfalls so k.o., dass ich wie ein Stein ins Bett fiel und tief und fest geschlafen habe.

Am nächsten Tag sah die Welt das Wetter auf der Zugspitze schon deutlich besser aus, aus der undurchdringlichen Nebelwolke waren einzelne Wolkenfetzen geworden, man konnte insgesamt gut sehen, so dass wir nun auch soweit waren, unsere vertraute Piste zu verlassen und sämtliche blauen Piste des Zugspitzgebiets zu erkunden. Das war großartig! Wir hatten zwar immer noch einige Herausforderungen zu meistern, auf der Piste lag überall Neuschnee, teilweise waren die Pisten ziemlich buckelig, bei einem eigentlich harmlosen Sturz verlor ich meinen Ski und brauchte anschließend geschlagene 10 Minuten (fluchend natürlich!), um ihn wieder anzuziehen – nachdem ich endlich bemerkt hatte, dass die Bindung geschlossen war. Aber es war toll zu fahren, es war relativ wenig los und wir konnten ungestört üben. Genau das war ja unser Plan :-)

Mein Fazit: So ein Skiwochenende ist schon relativ aufwändig und ohne die Übernachtungsmöglichkeit bei davednbs Tante und den eigentlich eingeplanten Verwandtenbesuch dabei hätten wir das vermutlich nicht gemacht. Aber es war eine coole Erfahrung und ich kenne keinen Sport, bei dem ich so schnell völlig abschalten und mich erholen kann. Wir werden das auf jeden Fall noch einmal machen. Beim nächsten Mal mit Verwandtenbesuch. Und mit Freunden dabei. Und vielleicht noch einem freien Tag mehr.

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