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Eventwoche Teil II – Streetfoodfestival in Köln

Ich hatte Anfang der Woche bereits angekündigt, dass es noch einen eigenen Blogbeitrag zum Kölner Streetfoodfestival geben wird. Vom vergangenen Wochenende wollte ich etwas ausführlicher erzählen. Ich war schon bei früheren Streetfoodfestivals dabei, einmal im Odonien und einmal bei Jack in the box, und beide Male war ich ganz begeistert von der Veranstaltung an sich (vergesst die lange Warteschlange, es lohnt sich, auf gutes Essen zu warten), von den verschiedenen Anbietern und von den zahlreichen Leckereien, die ich zum Essen bekam. Dieses Mal  gab es für mich aber zusätzlich noch eine Besonderheit: Zusammen mit davednb hatte ich zwei Einladungen bekommen, die das Festival für mich zu einem besonders tollen Ereignis machten.

Der Latenightblock hatte die schöne Idee, mit den Veranstaltern des Streetfoodfestivals einen Rundgang über das Streetfoodfestival zu organisieren und dazu ein paar Blogger einzuladen. Die Aussicht auf gutes Essen weckte natürlich sofort mein Interesse und die Idee selber fand ich toll, weshalb ich diese Einladung auch unmöglich ausschlagen konnte. Zusätzlich gab es noch eine weitere Einladung von Uwe Feller, ihn an seinem Speisewagen zu besuchen. Durch den Familienbesuch am gleichen Wochenende waren wir zwar zeitlich etwas eingeschränkt, aber letztlich passte es dann doch, dass wir Samstagabend den Speisewagen aufsuchen und am Sonntag den Rundgang mitmachen konnten. Das waren tolle Aussichten für das Wochenende.

Uwe Feller hatte sich auf die Suche nach einem Foodtruck gemacht und war letztlich fündig geworden: Aus einem 40 Jahre alten UPS-Truck, der erst einmal mühsam durch den TÜV gebracht werden musste, sollte sein Speisewagen werden. Und das ist dem Besitzer und seinem Team innerhalb von acht Monaten absolut gelungen!

speisewagen

Sehr kurzweilig erzählte Uwe seine Geschichte, zeigte uns auch das Innere seines liebevoll zum knallroten Foodtruck umgebauten Wagens, der mit vielen sinnvollen Details ausgestattet wurde, und servierte uns dabei das 1. meiner zahlreichen Highlights der Veranstaltung: Frisch zubereitete, mit Hilfe eines riesigen Hobels vor Ort geschabte Kässpätzle mit Röstzwiebeln und grandiosen, stundenlang weichgeschmorten Schweinebäckchen vom thüringischen Durocschwein. Die Kässpätzle wurden mit zwei verschieden alten Sorten Allgäuer Bergkäse und zusätzlich noch Schweizer Emmentaler angerichtet – eine fein würzige Käsemischung, die meinen Geschmack absolut getroffen hat. Wir fachsimpelten mit Uwe angeregt über das perfekte Spätzlerezept (mit Öl? Ohne? Wie viele Eier …?), während wir uns das feine Essen schmecken ließen. Ich wäre selber nie auf die Idee gekommen, wie gut Schweinebäckchen zu Kässpätzle schmecken und war wirklich begeistert von dem Ergebnis! Ich empfehle unbedingt, die Kässpätzle mit Zwiebeln und Bäckchen zusammen zu essen, so schmeckten sie meiner Meinung nach am allerbesten.

kässpätzle   feller

Vor lauter Begeisterung habe ich tatsächlich kein brauchbares Foto vom Essen gemacht, tsss …. schaut am besten mal bei moey’s kitchen vorbei, ihr ist das besser geglückt :-)

Da wir anschließend noch ein wenig Zeit und auch noch ein bisschen Hunger hatten, besuchten wir zwei weitere Stände, von denen ich allerdings nicht ganz so begeistert war und die daher auch keinen so nachhaltigen Eindruck bei mir hinterließen. Von dem 1. Stand habe ich mir leider nicht einmal den Namen gemerkt. Dort gab es frische Sandwiches mit ganz zartem Fleisch vom Ibéricoschwein, das mich völlig begeisterte, als ich ein Stück davon probieren durfte. Nur leider schmeckte mir das komplette Sandwich aufgrund seines übrigen Belags (Anis? Fenchel?) viel zu sehr nach Lakritze, ein Geschmack, den ich leider überhaupt nicht mag und an den ich mich auch nicht gewöhnen kann.

Als nächstes probierten wir die Pirogen von Pankowalski mit zweierlei Dips – einmal mit Meerrettich und Rote Bete und einmal mit einem Sauerrahm-Dip, aber auch die lösten bei mir nicht die gleiche Begeisterung aus wie vorher die Kässpätzle oder verschiedene andere Gerichte, die ich noch probieren durfte. Wobei das wohl weniger an der Zubereitung an sich lag als an der Tatsache, dass ich offensichtlich einfach kein großer Fan von Pirogen bin. Bei Pankowalski sollte ich am nächsten Tag im Rahmen des Blogger-Rundgangs trotzdem noch einmal vorbeischauen, da kam ich auch zu einem anderen Fazit :-)

Am Sonntag konnten wir uns die Zeit fürs Frühstück sparen, es warteten ja jede Menge Leckereien auf uns. Stattdessen hieß es zeitig aufzustehen, um pünktlich um 11.30 Uhr zusammen mit etwa 10 anderen Bloggern von Till und Martin am Eingang von Jack in the Box in Empfang genommen zu werden und vor dem offiziellen Einlass ohne Warteschlange mit dem Rundgang über das Gelände zu starten.

Was für ein toller Tag!

sandwiches

Den Anfang machten die Sandwiches von J.Kinski, die ich zwar schon beim letzten Mal probiert hatte, aber das war in diesem Fall völlig egal, denn die Sandwiches sind so lecker, dass ich gerne 10 davon verspeist hätte! Selbst gebackenes Dinkelvollkornbrot, großzügig belegt mit sous-vide gegartem Bio-Rindfleisch (Filet, Roastbeef oder Steakhüfte), ergänzt durch Coleslaw, geschmorte Zwiebeln und drei verschiedene Dressings. Einer meiner absoluten Lieblinge auf dem Festival!

speisekarte

Als nächstes ging es weiter zu den Ol’Spice Boyz von der Strassenküche. Und hier bewahrheitete sich ganz ausdrücklich Jo’s Empfehlung, einfach auszuprobieren, was einem angeboten wird, denn eigentlich wäre ich selber nicht unbedingt auf die Idee gekommen, Schweinebauch in Verbindung mit Aubergine und Koriander zu probieren – das sind ja gleich drei Zutaten, die ich nicht besonders mag. Aber das Crispy Pork Belly Thai Style war für mich eine absolute Überraschung, denn in Kombination mit einer wunderbar duftenden Gewürzmischung, von der wir alle ein Probepäckchen mitnehmen durften, schmeckte der 24h gegarte, kross frittierte Schweinebauch, Aubergine und Koriander einfach nur großartig!

zubereitung

Als 2. Gang gab es knusprige Chickenwings mit frischem Gemüse – mit seiner frischen Note ebenfalls ein echtes Geschmackserlebnis für mich!

schweinebauch  chicken1

Und das Burger-Buch durften wir auch noch mitnehmen – vielen Dank, damit werden wir beim nächsten Burgergrillen ein wenig experimentieren!

buch

Weil ich vor lauter Begeisterung so beschäftigt war mit Schweinebauch und Chickenwings, gingen die Jungs von Los Carnales ein wenig bei mir unter – man kommt ja vor lauter gutem Essen zu nichts! Probiert habe ich natürlich trotzdem, griff gleich mal aus Versehen zur 2.-schärfsten, aber durchaus empfehlenswerten der vier hausgemachten Soßen, so dass ich vom Rest der verteilten Tacos eigentlich nur noch scharf schmeckte. Zum Glück hatte sich mein Gaumen wieder ein wenig beruhigt, bis die etwas versteckt angebotenen Tacos mit gekochter Zunge fertig waren, denn auch das war ein überraschendes Erlebnis für mich. Zunge fand ich bisher immer eher so hmnajawennsdennseinmuss, aber in der gekochten Variante und in ein frisches Taco eingewickelt, fand ich sie um Längen besser als ich Zunge bisher kennengelernt hatte.

tacos

Nächste Station war der Kleine Munchkin. Die in Teig frittierten Schokoriegel hatte ich beim letzten Streetfoodfestival bereits probiert, auch diesmal war der Andrang wieder groß, aber meins sind diese süßen Dinger leider nicht, so dass ich diese Station bereitwillig ausließ, um Platz für andere Leckereien zu lassen.

Auch ohne eine Überdosis Schokolade, Zucker und Teig passte die nächste Station perfekt, es ging noch einmal zu Pankowalski, aber diesmal nicht zum Essen, sondern um die drei Wodkavarianten zu testen, die dort neben Pirogen & Co angeboten wurden. Die haben mich allesamt begeistert und ich überlege immer noch, welche davon nun mein Favorit war: Die samtige aus Honig-Zimt-Ingwer mit Kardamom, die erfrischende mit Limette und Minze oder doch eher die spritzige Bitter-Zitrone-Variante? Für mich waren alle drei ein Genuss!

wodka2    wodka3

Das Beste gab es natürlich zum Schluss: Als letzte Station auf unserem Rundgang besuchten wir das Team der Fetten Kuh bzw. The Wurstcase Szenario in ihrem neuen Foodtruck, der mit erwartungsgemäß ausgefallenen Hotdog-Kreationen lockte. Ich habe es leider nicht mehr geschafft, sämtliche Varianten zu probieren, aber alles, was ich gegessen habe, war toll!

Mein absolutes Highlight war hier der Softshellcrab-Burger – wie kommt man auf solche Ideen? Geschmacklich ein absoluter Knaller und die Kombination aus feinem Krabbenfleisch mit dieser sahnigen Mayo drüber fand ich großartig.

foodtruck            softshell2  softshell1

Es gab auch einen Chili-Hotdog im Sepiabrötchen, der aber irgendwie an mir vorbei gegangen ist. Ich war da wohl noch mit meinem persönlichen Favoriten beschäftigt, einem Weisswurst-Hotdog mit tollem Senfdressing.

chili  weisswurst

Der Chorizo-Hotdog mit Sauerkraut soll lecker gewesen sein, hat es aber ebenfalls nicht in meinen Magen geschafft. Da brauchte ich schließlich noch etwas Platz für den supersoftigen Blueberry-Cheesecake :-)

hotdog  cheesecake

team

Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Essen mit den anderen Bloggern zu teilen war toll, man kann so viel mehr probieren! Alle Anbieter erzählen begeistert von ihren Gerichten und sind erkennbar mit viel Leidenschaft bei der Sache. Es macht riesig Spaß, mit anderen Leuten über das Streetfoodfestival zu bummeln, die Genuss und gutes Essen genauso schätzen wie ich. Der Rundgang war toll, ganz bestimmt habe ich bei diesen vielen bunten Eindrücken etwas vergessen. Nicht vergessen möchte ich, meinen ganz herzlichen Dank zu richten an an Martin und die Fette Kuh, Till und das Streetfoodfestival-Team, alle Anbieter, die uns so lecker verköstigt haben und alle mitessenden Blogger – das war wirklich eine ganz großartige Veranstaltung!

Und sie brachte für mich noch eine andere neue Erkenntnisse mit sich:

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