Essen
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Chicken Tikka Masala! Oder einfach Hühnercurry.

Die 4 Tage, die davednb und ich nach Silvester noch frei hatten, haben wir zum einen zum Chillen, zum anderen zum Kochen genutzt und dabei auch wieder ein paar neue Sachen ausprobiert. Eins dieser Experimente war ein Hühnercurry aus einem Kochbuch von Jamie Oliver Essen ist fertig. Das Buch habe ich vor langer Zeit mal geschenkt bekommen, aber noch sehr selten hinein geschaut, keine Ahnung warum. Dieses Mal war es jedenfalls ein Volltreffer: Das Gericht ist leicht nachzukochen, man braucht eigentlich nur ein paar passende Gewürze und schon ist ein sehr leckeres Essen fertig, das wir sicherlich wieder machen werden.

Sinnvoll wäre es gewesen, ich hätte das Rezept zunächst einmal ganz durchgelesen, da das Fleisch  1/2 Stunde marinieren muss, bevor man überhaupt richtig mit dem Kochen beginnen kann. Nun gut, wir hatten ja frei, da sind wir auch mit den Essenszeiten etwas flexibler.

Für die Joghurtmarinade benötigt man laut Rezept 6 Knoblauchzehen. So mutig war ich allerdings nicht, ich habe nur 2 genommen. Diese ganz nach eigenem Gusto mehr oder weniger große Menge Knoblauch reibt man zusammen mit einem Stück Ingwer und 2-3 frischen Chilischoten ganz fein in eine Schüssel. Ich hatte nur getrocknete Chilischoten, was grundsätzlich genauso gut funktioniert, lediglich mein persönlicher „Mahlgrad“ brachte mir einen Rüffel von davednb ein, dem das bei weitem nicht fein genug war. In einer Pfanne mit ordentlich Olivenöl erhitzt man 1 EL Senfkörner (das einzige Gewürz, das ich tatsächlich nicht vorrätig hatte). Hierfür nimmt man am besten eine größere Pfanne, da hierin später auch die Zwiebeln gebraten werden. Die Senfkörner sind fertig geröstet, sobald sie anfangen, lustig in der Pfanne herum und dann auch sehr schnell durch die Küche zu hopsen. Sobald man die Senfkörner wieder eingesammelt hat, kippt man sie mit dem Knoblauch-Ingwer-Chili-Zeugs zusammen und vermischt das alles mit 1 EL Paprikapulver, 2 TL gemahlenem Kreuzkümmel, 2 TL gemahlenem Koriander und 3 EL Garam Masala. Hier bitte aufpassen: Vielleicht bin ich ja nicht die Einzige, die gelegentlich Ess- und Teelöffel verwechselt …

Die Hälfte dieser Knoblauch-Ingwer-Chili-Senfkörner-Paprika-Kreuzkümmel-Koriander-Garam-Masala-Mischung rührt man anschließend mit ca. 200 gr weißem Joghurt zu einer feinen Marinade zusammen.

Darin dürfen anschließend die 2 Stücke Hühnerbrust, die der Küchenjunge bis dahin in grobe Würfel geschnitten hat, eine gute 1/2 Stunde marinieren.

Wenn das erledigt ist, lässt man 1 EL Butter in der gleichen Pfanne schmelzen, in der vorher die Senfkörner herumhopsen durften. Hier dürfen sich nun 2 mittelgroße, in dünne Scheiben geschnittene Zwiebeln mit dem Rest des Knoblauch-Ingwer-ihr-wisst-schon-Zeugs solange die Zeit vertreiben, bis die Zwiebeln gar, aber noch nicht allzu braun sind und es in der Küche wunderbar nach Gewürzen duftet. Zu den Zwiebeln kommen jetzt 2 EL Tomatenmark (ich hatte noch türkisches Salça im Kühlschrank, das passte super), eigentlich 1 Hand voll gemahlene Cashewnüsse oder Mandeln – ich hatte allerdings nur Cashewmus, geht auch – 1/2 Liter Wasser und 1/2 TL Salz dazu und das Ganze lässt man dann zusammen noch ein wenig vor sich hinblubbern, bis es schön eingekocht ist.

Das bis dahin marinierte Hühnerfleisch kommt als nächstes in eine separate Pfanne (alternativ in den Backofen) und wird erstmal ordentlich durchgebraten.

In die fein gewürzte Soße kommen nun etwa 100 ml Sahne und eigentlich auch noch der 3. der 3 EL Garam Masala, den ich aber aufgrund schlampigen Lesens längst in der Gewürzmischung für die Soße versenkt hatte. Egal, am Ende wird ohnehin alles zusammen gekippt, so dass das keinen Unterschied macht. Denke ich mal. Also ja nun. Ehem …

Am Schluss wird’s dann ganz einfach. Soße aufkochen, Fleisch reinkippen, ggf. noch nachwürzen. Fertig. Eigentlich kommt noch frischer Koriander drüber (mag hier keiner) und ein wenig Limettensaft.  Unseren kleinen Limettenvorrat hatte davednb allerdings an Silvester mit den Worten „brauchen wir eh nie“ bei unseren Freunden gelassen, daher mussten nun Zitronen ausreichen. Ging auch. Basmatireis dazu passt super. Wer mag und kann macht Papadam. Lecker war’s!

chicken

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