Essen, Kölsches
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The Bird

Ich bin ein großer Burgerfan und habe zumindest in Köln schon einige Burgerläden ausprobiert. Auch selbstgemachte Burger gab es schon verschiedentlich bei uns, inklusive Bun und in verschiedenen Variationen.

Gestern war ich nun zum 1. Mal im The Bird, dessen Karte mir schon beim Lesen den Mund wässrig machte. Es geht hier definitiv ums Fleisch, das spielt hier die Hauptrolle. Alles drumherum ist eigentlich nur nettes Beiwerk. Es gibt zwar auch einen vegetarischen Burger, aber ich denke als Vegetarier wäre The Bird nicht das Restaurant 1. Wahl für mich.

Die Lokation ist sehr ansprechend gestaltet, mir gefiel es richtig gut und im Gegensatz zu allen anderen Burgerläden kann man hier reservieren. Das habe ich mir in der Fetten Kuh schon des öfteren gewünscht …

Die Bedienung ist sehr fröhlich und freundlich, es macht Spaß, dort seinen Burger zu verspeisen. Die großen Mayo- und Ketchupflaschen sowie die Rolle Küchenpapier, die – vorausschauend – auf jedem Tisch stehen, sorgen mit für eine lockere Atmosphäre. Es ist ausdrücklich gewünscht, die Burger mit den Händen statt mit Messer und Gabel zu essen. In der Fetten Kuh oder bei Freddy Schilling habe ich das allerdings noch nie geschafft, die Burger sind einfach zu hoch gestapelt :-)

Aber kommen wir zu den Burgern: Groß sind die im The Bird auch. Allerdings nicht in der Breite und auch der Belag ist relativ übersichtlich. Aber jeder Burger besteht aus ca. 250 Gramm Fleisch – das ist gut das Doppelte der “normalen” Burger in den anderen Läden! Wie gesagt, es geht hier definitiv ums Fleisch, die Patties sind riesig und großartig gegrillt, außen knusprig, innen schön medium. Der potenzielle Belag, bestehend aus Zwiebelring und Tomatenscheibe liegt daneben auf dem Teller, wer mag, fängt also erstmal an zu stapeln. Das gilt allerdings nicht für die ebenfalls dabei liegende Essiggurke, die viel zu groß ist, um sie auf den Burger zu legen. Schade, denn ich mag Essiggurken nur, wenn ich sie zu etwas dazu essen kann, nicht pur. Zum Burger dazu essen ging aber nicht, da dieser ja mit den Händen gegessen werden soll. Und eine Regel gilt für alle Burgerläden und man sollte sie gut beherzigen:

Wenn du einmal in einen Burger gebissen hast, darfst du ihn keinesfalls wieder loslassen, wenn du nicht willst, daß er auseinander fällt.

Also keine Essiggurke für mich …

Jeder Burger wird mit einer Portion Pommes serviert, was zumindest zum Teil erklärt, warum die Preise höher sind, als in den anderen Läden. Ich hatte Chili-Pommes bei meinem Burger dabei, allerdings haben mich diese deutlich weniger begeistert als die neulich in der Fetten Kuh.

Insgesamt muss ich sagen, dass The Bird meine zwei Burgerfavoriten Fette Kuh und Freddy Schilling nicht toppen kann. Auch wenn die Burger toll sind und wirklich gut schmecken, fehlt mir die Abwechslung und Kreativität, wie sie in den anderen beiden Läden schon durch die regelmäßig wechselnden Karten geboten werden und wo es auch mal Ausgefallenes wie Pata-Negra-Burger, Rote Bete oder Wildschwein gibt.

Wenn man aber gerade an einem Samstagabend entspannt Burger essen möchte mit Sitzplatzgarantie und ohne langes Schlange stehen, dann ist The Bird auf jeden Fall eine feine Alternative.

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