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Was mit Kürbis (Novemberblogeintrag)

Es ist Herbst, es ist Halloween und ich dachte mir:

„Schreib doch irgendwas mit Kürbis!“

Letzte Woche gab es in unserer Kantine ein ganz vorzügliches Mittagessen, gebratene Entenbrust mit einem cremig-fluffigen Kürbispüree und Weintrauben, einer leichten Soße dazu und frischer Rauke oben drauf. Es schmeckte grandios und mir fiel umgehend ein Gericht aus meinem schon häufiger erwähnten Lieblingskochbuch Deutschland, vegetarisch ein: Kürbisstampf mit Haselnüssen und Apfel-Lauch-Gemüse.

Oder müsste es nicht Lauch-Apfel-Obst heißen? Wie auch immer …

Auch wenn es sich eigentlich um ein vegetarisches Kochbuch handelt, kann man es natürlich ganz problemlos um leckeres Fleisch ergänzen und genau das habe ich dann heute auch gleich mal so gemacht.

Man braucht dazu erst einmal den obligatorischen Hokkaido-Kürbis, für 4 Personen kann der gut 1 kg schwer sein. Mit Fleisch dazu reicht vielleicht auch ein kleinerer. Dieser wird gewaschen, entkernt und grob in Würfel geschnitten. Außerdem werden 2 Zwiebeln ebenfalls geschält und grob zerteilt. In einem ausreichend großen Topf bringt man ordentlich Butter zum Schmelzen. Ich mag diesen Geruch, der noch intensiver wird, wenn man nun die Kürbis- und Zwiebelwürfel in den Topf wirft und alles glasig andünstet.

Als nächstes kommen die meiner Meinung nach perfekten Begleiter für den Hokkaido hinterher: 2 EL Honig1 Sternanis und 1 Lorbeerblatt. Wenn alles schön erhitzt und angedünstet ist, löscht man mit ca. 50 ml Weißwein ab und füllt den Topf anschließend mit ca. 400 ml Gemüsebrühe auf. Alles zusammen schmort dann bis das Gemüse richtig weich ist, was so gute 20 Minuten dauert. Gewürzt wird alles mit Salz und Pfeffer.

Das Püree alleine ist schon richtig lecker, ich mag an diesem Rezept aber besonders die Variation mit Haselnuss, Apfel und Lauch. Dazu werden 2 EL Haselnüsse grob gehackt und in einer Pfanne in heißem Öl angeröstet. Wenn die Nüsse fertig sind, werden sie gesalzen, was ich aber üblicherweise vergesse.

Während der Kürbis kocht und die Nüsse brutzeln, schneidet man 1 Stange Lauch (lt. Rezept 100 gr, aber ich habe selten 100 gr Lauch parat, sondern eher eine Stange, daher nehme ich je nach Hunger so 2-3 Hände voll) nach Belieben entweder in feine (lt. Rezept) oder grobe (meine Variante) halbe (lt. Rezept) oder ganze Ringe (meine Variante bei dünneren Lauchstangen). Der Apfel (am besten ein knackiger, säuerlicher) wird gewaschen, aber ungeschält in Stücke, Schnitze, Würfel, whatever …. geschnitten und danach werden die feinen, groben, ganzen, halben Lauchringe mit den Apfelstücken, – schnitzen, – würfeln …. in der Pfanne ein paar Minuten in etwas Öl angebraten. Haselnüsse und Apfel-Lauch-Zeugs stellt man warm, bis beides zum Einsatz kommt.

Nun könnte man laut Rezept noch Petersilie frittieren, aber mal ernsthaft, das ist mir doch zu stressig. Ich hacke die Petersilie – ich nehme übrigens immer glatte, ich bin kein Fan dieses 80er-Jahre-Kräuselkrauts – in grobe Stücke und werfe sie, wenn alles fertig ist, über mein Püree. Schmeckt großartig!

Aber zunächst muss ja das Püree noch fertig gemacht werden. Also Sternanis raus, Lorbeerblatt raus und alles zusammen mit einem Kartoffelstampfer oder Schneebesen grob zerstampfen. Oder mit einem Pürierstab mixen, wenn man es feiner mag. Auch hier kann man nach Lust und Laune variieren, wie es einem besser schmeckt. Danach noch das warme Lauch-Apfel-Gemüse dazu, die zerhackten Nüsse drüber, Petersilie nicht vergessen und fertig.

Also fast.

Wer bei der vegetarischen Variante bleiben möchte, kann jetzt erstmal ganz in Ruhe dieses feine Kürbisgericht genießen. Wer dagegen noch etwas Herzhaftes dazu möchte, der kann ja wie wir noch nebenbei eine kleine Entenbrust braten. Empfehlen kann ich euch beides!

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