Essen, Sonstiges Zeugs
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Tagebuchbloggen – die Woche vom 3.10. bis heute in Kurzform

Rennbahn und Die Fette Kuh

Nachdem ich letzten Donnerstag jobbedingt leider nicht der Einladung des @latenightblock folgen konnte, exklusiv die neue Karte der Fetten Kuh auszuprobieren, war ich zumindest einen Tag später mit davednb noch einmal dort. Zuerst verbrachten wir aber noch ein paar Stunden auf der Rennbahn, verspielten beim Wetten ein bisschen Geld und gewannen ein bisschen weniger, das ich direkt wieder in ein etwas zu karg belegtes Crêpe investierte. Vom Wetten sollte ich wohl besser die Finger lassen. In der Fetten Kuh gab es dann für beide zusammen die Chili-Pommes und jeder bekam einen Burger. Allerdings waren die Pommes so reichhaltig, dass ich bereits nach dem halben Burger ermattet die Flügel strecken musste. Sehr ärgerlich, denn sowohl die Pommes als auch der Burger waren richtig lecker, nur zusammen einfach doch zuviel. Über die verschiedenen neuen Burger hatte davednb schon ausführlich berichtet, daher verweise ich an dieser Stelle lediglich auf seinen Blogbeitrag und die Fotos.

Burger grillen

Samstag war Familientag bzw. Familienabend in kleiner Besetzung, mein Bruder kam zu Besuch. Da das Wetter noch einmal richtig schön war, beschlossen wir, Burger zu grillen, was auch großen Anklang fand. Für die Buns wurde natürlich wieder das bereits vielzitierte Rezept von Okraschote verwendet, allerdings in der von @00Sleepy verbloggten abgewandelten Version mit Buttermilch und Sprudel anstatt Milchpulver. davednb wird ja nicht müde, immer wieder zu erzählen, wie toll doch seine Idee war, einen Patty Maker zu kaufen, während ich den ja zuerst für totalen Quatsch hielt und nun könnte man ja sehen, was er damit für tolle Burger machen kann … yaddayaddayaddaschnarch …. er hatte leider einfach Recht, aber das muss man ihm nicht unbedingt so unter die Nase reiben :-) Die Burger schmeckten jedenfalls wieder richtig gut und meinem Bruder hat es sehr gefallen.

Graffiti mit Besuch

Für den Sonntag hatten wir verschiedenen Besuch eingeplant. Der eine kam, um uns ein Graffiti auf unsere Terrassenwand zu malen, der andere, in Teilen deutlich jüngere, um dabei ein wenig zuzuschauen. Für den kleinen Besuch gab es Käsekuchen, für den großen Besuch ein dickes Lob, denn das Bild ist echt gut geworden.

Da wir seit etwa einem Jahr auf unserer Hauswand eine ziemlich große, aber auch ziemlich stümperhafte Schmiererei haben, kam uns spontan die Idee, dass man diese Fläche als Übungsfläche nutzen könnte. Für coole Graffitis, statt Penisse und Judensterne. Der Vorschlag kam gut an und jetzt warte ich drauf, dass unser Sonntagsbesuch mit ein paar mehr Jungs auftaucht und endlich dieses hässliche Bild von unserer Hauswand verschwindet.

LindyHop – 2. Versuch

Unter der Woche war ich zwei Tage in Bad Honnef, davednb zwei Tage in Paris, da ist ansonsten nicht so viel passiert. Dieses Wochenende starteten wir gemeinsam den 2. Versuch, LindyHop zu lernen, und nahmen noch einmal an einem Einsteiger-Worskhop bei Hopspot teil. Das macht schon richtig Spaß und erfüllt auch sonst meine Anforderungen an einen sportlichen Ausgleich neben dem Job. Und es lief auch gar nicht so schlecht, so dass wir jetzt nur noch schauen müssen, dass wir die nun folgenden Tanzstunden zeitlich auf die Reihe bekommen. Das hat letztes Jahr aus verschiedenen Gründen einfach gar nicht gepasst, aber diesmal bin ich zuversichtlich, dass wir das besser geregelt bekommen.

Pulled Pork von Buns&Sons

Gestern Abend hatten Buns&Sons zu einer Art PopUp-Store ins Café Schwesterherz nach Ehrenfeld eingeladen. Nachdem wir das Pulled Pork auf dem Streetfoodfestival leider verpasst hatten, wollten wir da unbedingt hin. Und schon vor Beginn um 20 Uhr hatte sich vor dem Café eine kleine Schlange gebildet, die geduldig aufs Essen wartete.

Mein Fazit dazu: Das Fleisch fand ich total lecker, superzart und die Kombination mit dem Krautsalat einfach toll. Die ebenfalls selbst gemachte BBQ Sauce in der Variante sweet passte für mich perfekt dazu und zum Glück war ich rechtzeitig vor Ort, um noch eins der kleinen Geschenkfläschen mit der limitierten Sauce mit nach Hause zu nehmen. Sweet natürlich. Die kommt auf meinen nächsten selbst gegrillten Burger! Ich hätte nur gerne mehr von diesem tollen Fleisch auf meinem Bun gehabt, die Portion war doch eher klein, so dass das Bun geschmacklich ein wenig dominierte. Ist vermutlich auch der etwas kargen Infrastruktur geschuldet und ich hoffe sehr, dass sich dieses Konzept bzw. Rezept bald irgendwo etablieren kann, damit ich da öfter etwas von bekomme und dann auch in größerer Menge. Und mit einer besseren Gelegenheit zum Sitzen und Quatschen. Das hätte ich dabei nämlich sehr gerne getan.

Sonntag

Heute ist bei mir ein wenig chillen angesagt, während davednb fleißig im Garten werkelt. Dafür bekommt er heute Abend Krautfleckerl, die hatte er sich zum Essen gewünscht.

In einem meiner Lieblingsrestaurants, dem österreichischen Gasthaus Essers in Neu-Ehrenfeld, gibt es ein Gericht auf der Karte, das ich besonders gerne mag, nämlich ganz vorzügliche Krautfleckerl. Nachdem ich diese dort das 1. Mal gegessen habe, habe ich im Internet gesucht, ob ich irgendwo ein ähnliches Rezept finde. Fündig geworden bin ich leider nicht, allerdings habe ich in Born to Cook von Tim Mälzer ein Rezept für Krautfleckerl gefunden. Zwar ein ganz anderes, aber es schmeckt nicht weniger lecker. Dieses Gericht gehört bei uns mittlerweile zum Standardrepertoire, daher möchte ich euch heute das Rezept dazu aufschreiben.

Krautfleckerl nach Matrosenart

Die selbst gemachten Nudeln erspare ich mir, dafür bin ich einfach zu bequem. Wer das gerne machen möchte, findet dazu sicher eine Menge

Rezepte im Internet. Ich habe mehr Zeit damit verbracht, die richtige Nudelform zu finden, da ich gerne wie im Essers kleine Nudelflecken haben wollte. Irgendwann hatte ich endlich welche entdeckt, ich glaube, es war sogar in Österreich. Natürlich schmeckt das Gericht aber auch mit anderen Nudeln, bspw. passen Bandnudeln/Tagliatelle sehr gut dazu.

Aber nun zur eigentlichen Zubereitung.

Man braucht einen ca. 500 gr großen/schweren Spitzkohl, der geputzt und in feine Streifen geschnitten wird. Laut Rezept bekommt man daraus 4 Portionen, aber selbst ein kleiner Spitzkohl wiegt schon mehr und trotzdem bleibt bei uns zu zweit meist nicht mehr allzu viel übrig. Und als fein geschnitten möchte ich meine Streifen auch nicht unbedingt bezeichnen.

Außer dem Spitzkohl schneidet man noch 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe klein.

Danach (oder nebenbei) erhitzt man etwas Olivenöl, um darin 300 gr Hackfleisch anzubraten. Im Rezept steht gemischtes Hackfleisch, ich nehme aber immer reines Rinderhackfleisch, das schmeckt mir einfach besser. Heute werde ich mal Lammhackfleisch ausprobieren, da wir gestern bei einem türkischen Metzger vorbei kamen.

Wenn das Hackfleisch schön angebraten ist, kommen erst Zwiebelstücke und Knoblauch dazu, danach der klein geschnittene Kohl, alles wird ordentlich umgerührt und einige Minuten leicht angebraten, bis das Gemüse gar ist. Gewürzt wird mit 1 TL Kümmel, wobei ich immer Kümmelpulver verwende, denn eigentlich mag ich Kümmel nicht. Ich hasse den Geschmack, wenn man auf ganzen Kümmel beisst. Aber das Pulver passt wirklich sehr gut dazu. Außerdem kommt noch gehackter Estragon in den Topf. Wer hat, nimmt frischen, ich nehme in der Regel getrockneten aus dem Gewürzschrank. Im Rezept stehen als Mengenangabe 3 gehackte Estragonzweige, bei mir ist das vermutlich weniger. Estragon hat einen anisartigen Geschmack, da bin ich immer etwas vorsichtig, damit dieser nicht zu sehr heraussticht. Zum Schluss gebe ich noch Salzgrober Pfeffer und ein wenig Zucker hinzu. Im Rezept steht noch Sahne nach Belieben, aber die lasse ich immer weg. Ich mag die Kombination aus Nudeln, Hackfleisch und knackigem Gemüse, da muss meiner Meinung nach keine Sahne mehr drüber. Außerdem kommt ja noch mein persönliches Highlight dazu, die Rotweinsauce.

Diese kann man zubereiten, während Hackfleisch und Gemüse im Topf vor sich hinschmurgeln. Dazu lässt man 1-2 EL Zucker in einer kleinen Pfanne goldbraun karamellisieren und löscht diesen anschließend mit Rotwein ab. Im Rezept sind das 375 ml, es geht aber auch weniger, je nachdem, wie kompakt oder dünn man hinterher die Sauce haben möchte. Der Rotwein sollte so lange köcheln, bis die Flüssigkeit auf ca. ein Drittel reduziert ist. Das dauert schon ein bisschen, daher sollte man mit der Sauce nicht zu spät beginnen, da sonst der Kohl irgendwann zu weich gekocht ist. Danach wird noch 1 EL Butter untergerührt und eigentlich noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, aber das lasse ich bei der Sauce immer weg.

Wenn alles fertig ist, wird die Rotweinsauce über die Krautfleckerl geträufelt. Ob diese Variante jetzt so typisch österreichisch ist, weiß ich nicht, ich finde aber, die Sauce gibt den Krautfleckerl eine sehr feine Note und ich mag sie auch in dieser Form ausgesprochen gerne.

Bild folgt!

Update: Ich hab die Nudeln vergessen!! Die müssen natürlich gekocht und dann mit dem Hackfleisch-Kohlgemüse vermischt werden. Und danach kommt die Rotweinsauce drüber. Mensch ….

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