Essen, Kölsches
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Streetfoodfestival im Odonien

Es ist wieder Sonntag und auch diese Woche über war volles buntes Programm angesagt, aber meinen wöchtlichen Ironbloggerbeitrag möchte ich gerne noch leisten und ein paar Worte zum Streetfoodfestival im Odonien schreiben. Ja, wir haben eine Ewigkeit gewartet, bis wir endlich reingelassen wurden, es dürften knapp zwei Stunden gewesen sein, die ich – zum Glück in sehr netter Gesellschaft – mit knurrendem Magen vor dem Eingang stehen musste. Hat ja letztlich auch mit den erhöhten Auflagen zu tun, die das Odonien nach längeren Diskussionen mit der Stadt erfüllen muss. Ich würde sicherlich nicht überall zwei Stunden warten, bis ich eingelassen werde und am Samstag war es schon irgendwann grenzwertig. Aber ich mag das Odonien sehr, es ist ein wunderschöner Ort und für mich ein ganz typischer Teil von Köln. Eine Schließung hätte ich wirklich schlimm gefunden. Zum Glück kam es nicht so und nun musste ich halt zwei Stunden warten. War nachher auch egal.

Mir hat es richtig gefallen. Auch wenn wir so spät kamen, dass es bei Buns & Sons leiderleiderleider kein Pulled Pork mehr gab. Hätte es aber schon um 14 Uhr nicht mehr gegeben, wie uns R. erzählte. Trotz der 220 eingeplanten Portionen. Da muss ich nächstes Mal also deutlich früher los. Oder die planen fürs nächste Festival noch mehr Portionen ein.

Als Erstes gab es einen Burrito von der Burrito Bande. Mann, war der lecker! Ich mag Burritos generell gerne und dachte bisher immer, da kann man gar nicht viel falsch machen. Man kann aber offensichtlich Vieles besser machen. Das Rindfleisch für Cowboy Bill (hatte ich) und das Huhn für Chicken Bob (hatte @davednb) waren einfach sensationell mariniert und ich hätte am liebsten noch fünf weitere Burritos gegessen, wenn da nicht noch so viele andere Leckereien an anderen Ständen gewesen wären. Leider ist der Truck der Burrito Bande in nächster Zeit nicht in Köln unterwegs, er wäre einen Besuch wert gewesen. Und davednb hätte die Gelegenheit gehabt, seine Charmeoffensive gegenüber einem der netten Mädels wieder gut zu machen. Sein Versuch, ein Foto von der Zubereitung der Burritos zu machen und gleichzeitig ihre Privatsphäre zu respektieren, ging wohl eher daneben:

Könnte ich mal die Burritos fotografieren? Du kannst auch ruhig aus dem Bild gehen.

Nächste Station war der Stand vom Hdmona, einem eritreischen Restaurant in der Südstadt, das ich vor einiger Zeit mal mit ein paar Freunden besucht habe. Ich fand das Essen damals wirklich lecker, vor allem gefiel mir, dass man sich mit mehreren eine große Platte eritreischer Köstlichkeiten teilen konnte. So hat Essen für mich noch etwas besonders Geselliges. Leider waren wir damals die einzigen Gäste in diesem Restaurant, was dann nicht mehr ganz so gesellig war. Liegt vielleicht auch an der nicht ganz so zentralen Lage in der Eburonenstrasse, man denkt eigentlich nicht, dass hier noch ein Restaurant versteckt ist. Am Essen lag es nicht! Also geht da hin, probiert es selber aus und lasst es euch schmecken! Auch Thomas Knüwer hat bei GotoRio schon mal sehr hymnisch über das Hdmona berichtet. Und noch der Vollständigkeit halber: Auf dem Streetfoodfestival gab es Injera, das typische Fladenbrot, mit Linsen. Lecker.

Als kleinen und ausgesprochen appetitlich aussehenden Zwischensnack gab es einen Schoko-Cupcake der Pâtisserie Dehly & deSander  Komplett kalorienfrei natürlich. Und so fix weg, dass ich kein Foto mehr davon machen konnte. Aber immerhin von dem ausgesprochen liebevoll gestylten Cupcake-Mobil.

Eigentlich stand noch Pulled Pork auf der Liste, das aber wie schon erwähnt längst ausverkauft war. Alternative wäre ein vietnamesisches Sandwich gewesen, wie ich es in London schon mal gegessen habe, das aber gar nicht auf der Standübersicht auf der Website zu finden ist, weshalb ich auch leider den Namen nicht erwähnen kann. Und auch nicht sagen kann, ob es gut war, denn auch das letzte Fleischsandwich ging vor uns über die Theke.

Bei Goodman’s Burger Truck hatten zwischenzeitlich unsere Freunde die letzten Burger abgegriffen, so dass sich @davednb gegrillten Oktopus vom Gasthaus zur Linde holte, während ich mich für Pestopasta bei den Pestopiraten entschied, da die Schlange vor den offensichtlich empfehlenswerten Tacos bei Los Carnales viel zu lang war. Gewartet hatte ich für den Tag echt schon genug.

R. hatte uns noch die frittierten Süßigkeiten von Der kleine Munchkin ans Herz gelegt, aber auch dafür war es schon zu spät, der Stand hatte bereits seine Türen geschlossen. So kamen wir nicht mehr in den doch zumindest für meine Ohren zweifelhaften Genuss frittierter Oreo-Cookies und Marsriegel.

davednb hat zum Schluss noch einen Rindfleisch-Steckrüben-Pie der Tasty Pasty Company probiert. Nun gut. Das war nicht so ganz meins. Aber das lag wohl eher an dem Konstrukt Pie an sich, nicht unbedingt an der Zubereitung.

Insgesamt mochte ich die entspannte Atmosphäre. Das Durcheinander von Kunst, Essen und altem Krempel. Die vielen verschiedenen Essensmöglichkeiten. Das bunte Publikum. Das Wetter, das trotz schlechterer Vorhersage gut gepasst hat. Am Ende bin ich sehr satt und zufrieden nach Hause gefahren. Gerne nächstes Jahr wieder!

Da werden auch schon verschiedene Pläne geschmiedet :-)

Eine Übersicht der verschiedenen Anbieter findet ihr auf der Website des Streetfoodfestivals.

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