Essen
Schreibe einen Kommentar

Grillen, Grillen, Grillen

Aus gegebenem Anlass und trotz schlechten Wetters gibt es heute ein paar Tipps zum Grillen von mir. Alle Rezepte sind irgendwo abgeschaut, liebevoll gesammelt und in mehr oder weniger langjährigen Experimenten im Freundeskreis getestet und für lecker befunden worden.

Tramezzini sind eine tolle Vorspeise, die immer wieder ruckzuck weggefuttert wird, gerade wenn der Grill noch nicht an ist, man aber irgendwie schon etwas essen möchte. Auch wenn es natürlich Unmengen von Tramezzini-Rezepten gibt, hat sich bei uns eine Variante etabliert, die ich mir vor einigen Jahren bei Martin von Karmakitchen abgeschaut bzw. von ihm auf einen kleinen Zettel hatte notieren lassen. Ich muss heute noch schmunzeln bei dem Gedanken an meinen 1. eigenen Versuch, als ich sehr lange überlegte, ob da wirklich Mango in die Paste kommt, bis ich aus den handgeschriebenen Notizen mühsam “Mayo” entziffern konnte. Das ergab in der Kombination deutlich mehr Sinn. Ich weiß auch nie so genau, welche Menge da letztlich bei herauskommt, da die Mengenangaben auf diesem Zettel doch eher Richtwerte sind. Ich fange immer an mit mehreren Löffeln Kapern, 1 Dose Thunfisch (in Wasser, nicht in Öl), getrocknete Tomaten (in Öl), jeder Menge glatter Petersilie und Rukola, einem halben TL von Martins selbstgemachten Umamibröseln, Schmand und Mayonnaise. Insgesamt soll es eine relativ kompakte, aber noch streichbare Paste geben, in der die verschiedenen Zutaten einigermaßen gleichmäßig enthalten sind. Diese verteilt man anschließend großzügig auf jeweils eine Scheibe frisches Weißbrot (ohne Rinde, schmeckt am besten vom Bäcker, notfalls geht auch ungetoasteter Toast), klappt eine weitere Scheibe Weißbrot drauf, drückt alles gut zusammen und halbiert das Ganze in zwei Dreiecke. Das wiederholt man so oft, bis entweder die Paste oder das Brot aufgebraucht sind – im besten Fall beides gleichzeitig :-) Die fertigen Tramezzini verpackt man am besten bis zum Verzehr in Klarsichtfolie, da sie sonst trocken werden.

Ein weiterer leckerer Snack ist ein Dip aus Erbsen, der auch immer wieder auf unserer Grill-Liste steht. Hierzu werden 1 Knoblauchzehe, 2 EL gehackter Dill und Meersalz gründlich mit einem Mörser oder ähnlichem Werkzeug zerkleinert. Anschließend passiert mit 150 gr Erbsen (nach Rezept eigentlich frische, TK gehen aber auch), 1 Prise Salz und 1 EL Öl das gleiche noch einmal. Danach wird alles zusammengerührt und außerdem noch 100 gr zerdrückter Feta und 25 gr frisch geriebener Parmesan hinzugefügt. Abgerundet wird alles mit 2 EL Zitronensaft, weiteren 4 EL Öl und frisch gemahlenem Pfeffer. Super schmeckt das übrigens zu auf dem Grill geröstetem Weißbrot, das man möglicherweise von den Tramezzini noch übrig hat.

Aber nun Vorspeise hin oder her, letztlich geht es beim Grillen ums Fleisch :-) Hier waren wir durch Martin von Soups for Noobs auf yourbeef aufmerksam geworden und hatten für unser diesjähriges Grillfest ein Flanksteak ausprobiert. Und was soll ich sagen – das Fleisch war großartig! Für den Geschmack wurde es am Vortag noch in einer italienischen Marinade aus Webers-Steak-Grillbuch eingelegt, allerdings in einer etwas abgewandelten Variante, da ich beim Zubereiten durch unseren Besuch irgendwie nicht so ganz bei der Sache war. Der 1. Versuch einer mediterranen Marinade wurde verklappt und im 2. Anlauf diese italienische ausprobiert. Die hat auch toll geschmeckt. Die genauen Mengenangaben muss ich allerdings eurer eigenen Kreativität überlassen, ich kann leider aus vorgenanntem Grund nur grobe Richtwerte mitgeben. Zusammengemischt habe ich 2 EL Olivenöl mit etwas Rosmarin. Ich hätte eigentlich sogar frischen im Garten gehabt, aber das ging unter, so dass ich trockenen verwendet habe. Schmeckt frisch sicher noch besser! Dazu kam etwas Thymian (sollte ebenfalls eigentlich frisch sein) und eine fein gehackte Schalotte. Das Rezept sagt 1 EL, aber princess_cgn war im Plaudermodus, daher war es bei mir eine ganze. Dafür habe ich den TL frisch gehackten Knoblauch vergessen. Statt 1 EL Balsamicoessig habe ich Kirschessig verwendet, der stand im Schrank einfach weiter vorne. 1 EL körnigen Senf kam noch dazu und am Ende wurde mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer abgeschmeckt. Irgendwo brach allerdings der Zubereitungsprozess ab, es kam mir etwas Wichtigeres dazwischen, so dass ich nicht sicher sagen kann, ob ich wirklich noch viel gewürzt habe. Als ich wieder in die Küche kam, stand da die Schüssel mit der Marinade und unser Besuch meinte: “Die schmeckt doch gut so!” Also fertig :-)

Und zu guter Letzt noch der Neuling unter den Rezepten, die schnelle Steaksoße von Feuer, Glut und Herzblut  da wir für das Flanksteak tatsächlich schnell ein passendes Steaksoßenrezept benötigten. Die Soße ist einfach und geht wirklich fix und besonders toll finde ich daran finde, dass man sie nach Belieben in Schärfe, Konsistenz und Geschmacksnote noch verfeinern kann.

Hierzu schneidet man 3 Tomaten, eine kleine Schalotte, eine halbe Knoblauchzehe und glatte Petersilie so grob (oder so fein), wie man es eben gerne mag, verrührt alles mit 2 EL Tomatenketchup, 1 EL Olivenöl, Salz und Chili. Das kann man anschließend entweder stückig lassen oder noch ein wenig pürieren, so dass die Konsistenz feiner wird. Genauso kann man mehr Chili verwenden oder mit Piement d’Espelette würzen, dann bekommt die scharfe Soße eine süßere Note. Honig könnte ich mir noch gut vorstellen. Feuer, Glut und Herzblut empfiehlt eine rauchigere Ketchupsorte, wenn man einen rauchigen Geschmack erreichen möchte. Auch das wurde bereits erfolgreich von uns getestet.

Die Kohle aus Kokosnussschalen haben wir übrigens auch schon ausprobiert, die war wirklich super!

====
Hier könnt ihr diesen Beitrag in anderen sozialen Netzwerke teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.