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Blogparade: Küchenmissgeschicke

davednb schickte mir heute eine Mail mit einem Link auf eine Blogparade über Küchenmissgeschicke und der knappen Frage: “Dein Klappkuchen?”

Auf meine empörte Frage, warum er gerade mich als geeigneten Teilnehmer für dieses Thema ansehen würde, meinte er:

Warum nicht? Mir fallen da spontan mindestens drei missglückte Koch- oder Backversuche von dir ein ….!

Nach kurzer Belastungsprobe unserer Beziehung Diskussion, dachte ich wiederwillig über seinen Vorschlag nach – tatsächlich gibt es da eine Liste kleinerer Missgeschicke.

1. Der Marmorkuchen

davednb liebt Marmorkuchen. Ich auch. Allerdings nicht in der Variante, die einem beim Kauen vor lauter Trockenheit sofort am Gaumen kleben bleibt und die man nur mit sehr viel Flüssigkeit mühevoll runterschlucken kann.  Leider ist das genau die Variante, die ich perfekt beherrsche, was gelegentlich zu unschönen Dialogen führt, wie vor langer Zeit in meinem alten Blog schon einmal erwähnt:

Geburtstagskuchen I

davednb hat heute Geburtstag, daher habe ich ihm gestern einen Kuchen gebacken. Einen Marmorkuchen. Leider hatte ich kein Rezept griffbereit, aber kein Problem – wozu gibt es das Internet. Also Rezept gesucht, ausgedruckt, eingekauft, heimgelaufen, Butter vergessen, noch einmal eingekauft, Kuchen gebacken.

Da ich arbeiten mußte, hatte ich gestern noch davednbs  Geburtstagstisch vorbereitet. Tisch gedeckt, Blumen drauf, Kerze daneben, Geschenke dazu, Geburtstagskarten und in die Mitte kam mein Marmorkuchen. Sah ja lecker aus und roch auch gut (genauer gesagt roch die ganze Wohnung nach Marmorkuchen, eine wirkliche Überraschung war der Kuchen wahrscheinlich nicht mehr).

Als ich davednb heute im Laufe des Vormittags eine Mail schickte (gratuliert hatte ich natürlich schon), um zu fragen, wie der Kuchen geschmeckt hatte, kam die vielsagende Antwort: ‘Der Kuchen? Mußt Du selber mal probieren!’

Das habe ich vorhin dann auch getan, mußte allerdings mit Bestürzung feststellen, dass dies der schlechteste Marmorkuchen war, den ich je gebacken hatte, derart pappig, daß man ihn kaum runterschlucken konnte.

Vielleicht kann man ihn ja mit Ketchup essen…

Geburtstagskuchen II

Anläßlich seines Geburtstags hatte ich einen Kuchen für davednb gebacken, einen Marmorkuchen, das hatte er sich gewünscht. Nach verschiedenen mißglückten Versuchen in der Vergangenheit wollte ich es doch nochmal versuchen. Mit verheerenden Folgen.

davednb: Bei meiner Mutter ist der Schokoladenteil immer viel dunkler.
Ich: Ist doch nicht so schlimm, Hauptsache er schmeckt.
Kurze Gesprächspause.

davednb: Naja, wenn ich ehrlich bin schmeckt der Marmorkuchen meiner Mutter aber besser.

Sehr lange Gesprächspause …

Ich habe seitdem auch nie wieder einen Marmorkuchen für ihn gebacken, sondern beschränke mich, wie kürzlich schon erwähnt, auf zwei andere bewährte Trockenkuchen.

2. Kochen mit Tofu

Ich liebe Fleisch und ich esse auch oft welches. Dennoch bemühe ich mich immer wieder, vegetarische Gerichte auf meinem Speiseplan unterzubringen. Und gelegentlich denke ich auch darüber nach, mal etwas mit Tofu auszuprobieren. Bei Anke stieß ich genau in einer solchen “Ich könnte doch mal etwas mit Tofu versuchen”-Phase auf ein Ottolenghi-Rezept, das nicht nur einfach klang, sondern auch noch verhältnismäßg lecker aussah. Also kurzentschlossen Zutaten eingekauft, alles klein geschnitten und losgekocht.

Tja nun, was soll ich sagen, meine Karriere als Tofukoch verlief abrupt, flach und kurz – das Ergebnis ließ sich nur noch verklappen. Laut Rezept soll man den Tofu 15 Minuten braten, bis er weich ist. Je länger ich den Tofu aber briet, desto härter wurde er, bis die Würfel am Ende aussahen wie Salatcroutons, nur ohne jeglichen Geschmack. Keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe, aber so schnell werde ich Tofu und seine Kumpels nicht mehr anfassen.

3. Spätzle

Ich bin Schwabe, die kommen ja quasi mit dem Spätzleshobel auf die Welt. Spätzle könnte ich wahrscheinlich nachts um 3 im Dunkeln kochen, das stellt gar kein Problem für mich dar. Dachte ich immer. Bis ich irgendwann aus Faulheit zum Einkaufen Mangel an Weizenmehl kurzentschlossen den Teig mit Vollkornmehl zubereitete. davednb beäugte meinen Versuch ausgesprochen skeptisch, aber wie das so ist, je mehr er darauf beharrte, dass man Spätzle nicht aus Vollkornmehl kochen kann, desto beharrlicher blieb ich natürlich bei meiner spontanen Idee, einfach mal Vollkornspätzle auszuprobieren.

Machen wir es kurz, die fertigen Spätzle sahen aus wie pickelige Raupen, schmeckten auch in etwa so, wurden zwangsentsorgt und zum Essen gab es Tiefkühlpizza. Nie wieder Spätzle ohne Weizenmehl. Lektion gelernt.

Und dann gab es noch besagten Klappkuchen, der nach dem Backen einfach in zwei Hälften zerfiel. Hmpf.

Die Blogparade läuft noch bis zum 31.7.2014. Wer noch mitmachen möchte, bitte hier entlang:

Blogparade: Küchenmissgeschicke

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