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Ein Königreich für einen Fiat500 -ein Update

Ich hatte ja in einem meiner vorherigen Beiträge (sorry, Verlinken funktioniert mit dem iPad irgendwie nicht) erwähnt, dass ich mit unserem Auto an dem dämlichen Steinpfosten unserer Einfahrt hängen geblieben war. Keine Personen verletzt, kein anderes Fahrzeug beteiligt, lediglich den Türgriff auf der Beifahrerseite hatte es erwischt. Den schmückt seitdem ein hässlicher, ca. 7 cm langer Kratzer. Pflichtbewusst, wie wir nun mal sind, wollten wir dieses kleine Missgeschick umgehend der Autovermietung melden, um nicht ggf. auf den Kosten für die Reparatur sitzen zu bleiben. Zumal wir auch vorher im Internet die eine oder andere Geschichte über Abzockemethoden mallorquinischer Mietwagenfirmen gelesen hatten.

Das Telefonat mit der Mietwagenfirma verlief etwa so:

Angestellte: You want to change the car?
@davednb: No, I just want to inform you about the damage.
Angestellte: You want to give the car back?
@davednb: No, I just want to inform you about the damage.
Angestellte: Ok, then please come to the airport at Palma and show it to us.
@davednb: Because of a scratch???
Angestellte: Because of a scratch.

Wie absurd.

Zum Glück wollten wir am nächsten Tag ohnehin von Pollença im Norden der Insel nach Biniaraix im Westen weiterfahren. Da war Palma im Süden zumindest kein ganz so gewaltiger Umweg.

Am Flughafen bei der Mietwagenfirma angekommen, erzählten wir einer freundlichen Angestellten unsere Geschichte, die sich daraufhin den Schaden an unserem Türgriff anschaute.

Freundliche Angestellte: Sie möchten den Wagen tauschen?
Wir so: Nein, wir sollen Ihnen den Schaden vorzeigen.
Freundliche Angestellte: Sie möchten das Fahrzeug zurück geben?
Wir so: Nein, wir sollen Ihnen den Schaden vorzeigen.
Freundliche Angestellte: Einen Kratzer???
Wir so: Einen Kratzer.
Freundliche Angestellte: Ein Kratzer ist nicht schlimm. Aber ich hole meinen Kollegen.

Die freundliche Angestellte erzählte unser Anliegen ihrem freundlichen Kollegen, der sich daraufhin den Schaden an unserem Türgriff anschaute.

Freundlicher Kollege: Sie möchten den Wagen tauschen?
Wir so: Nein, wir sollen Ihnen den Schaden vorzeigen.
Freundlicher Kollege: Sie möchten das Fahrzeug zurück geben?
Wir so: Nein, wir sollen Ihnen den Schaden vorzeigen.
Freundlicher Kollege: Einen Kratzer???
Wir so: Einen Kratzer.
Freundlicher Kollege: Ein Kratzer ist nicht schlimm. Aber ich hole meinen Chef.

Der freundliche Angestellte erzählte unser Anliegen seinem freundlichem Chef, der sich daraufhin den Schaden an unserem Türgriff anschaute.

Freundlicher Chef: Ein Kratzer ist nicht schlimm.

Der freundliche Chef schüttelte verwundert den Kopf, machte eine Notiz auf dem Mietvertrag.

Freundlicher Chef: Kein Problem, das ist ok so.

Mein Fazit der Geschichte:
1. Sollten mir etwas Ähnliches noch einmal passieren, werde ich den Schaden erst am Abreisetag der Mietwagenfirma melden. Macht überhaupt keinen Unterschied, wenn sowieso keiner nachvollziehen kann, wann der Schaden passiert ist. Aber man erspart sich ggf. eine überflüssige Fahrt zum Flughafen.
2. Mallorquinische Mietwagenfirmen sind besser als ihr Ruf.
3. Ein Kratzer ist nur ein Kratzer. Und ein Neuwagen mit Kratzer bleibt ein Neuwagen. Zumindest in Mallorca.

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