Kölsches
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Karneval – ein Nachtrag

Heute war ich mit davednb beim Dellbrücker Karnevalszug, beim “Dellbrücker Zoch”, um es genau zu sagen – mein 1. Zug in Köln überhaupt. Ein paar Eindrücke dazu habe ich kurz notiert:

  1. Ich brauche unbedingt einen Hut mit ausladender Krempe. Erleichtert das Kamellefangen ungemein.
  2. Karnevalszug ohne Karnevalsmusik geht gar nicht, das ist doch ziemlich lahm, während zur Musik automatisch mitgesungen und geschunkelt wird.
  3. Dem Polizisten vor mir wurden permanent Strüssje zugesteckt, während ich mir nur mühsam eine einzige Rose angeln konnte. Das ist nicht fair! (Note to myself: Nächstes Jahr Verkleidung als Polizist in Erwägung ziehen, vielleicht hilft das).
  4. Man sollte immer jemanden mit großer Tasche neben sich stehen haben, wenn man die Kamelle nicht selber behalten möchte. In meinem Fall war das heute eine Mutter mit einem kleinen Kind im Rollstuhl. Ich wollte zwar fangen, aber nicht essen, die Kleine konnte nicht fangen, wollte aber Kamelle. Top Team. Wir sehen uns nächstes Jahr an der gleichen Stelle wieder!
  5. Befremdlich war für mich, mit welcher Vehemenz sich teilweise die Erwachsenen noch vor die Kinder gedrängelt haben, um auch ja genügend Beute zu machen. Schön war dagegen, dass einige der Zugteilnehmer gerade dem kleinen Mädel im Rollstuhl neben mir die besonderen Präsente in die Hand drückten. Und die sichtbare Freude der Kleinen über jedes einzelne Geschenk.
  6. Bei so einem Zug kann man verschiedenste Wurftechniken erkennen. Da gibt es die ausschweifenden Werfer (werfen nach oben) und die unterwürfigen (werfen nach unten), die zackigen (werfen kurz und hart) und die lässigen (werfen weit und in hohem Bogen), die Einzel- und die Massenwerfer (werfen eine einzige Kamelle oder gleich eine ganze Hand voll). An dieser Stelle möchte ich gerne eine Bitte aussprechen: Lasst die Zackigen nicht die Kekspackungen und Schokoladentafeln werfen, sondern gebt ihnen die Tempos und die Schwämme. Die Frau neben mir dürfte spätestens morgen ein blaues Auge haben.
  7. Insgeheim glaube ich ja, dass sich das Hand heben bei “Kölle Alaaf” ursprünglich aus einer Abwehrhaltung gegen fiese Kamellewürfe heraus entwickelt hat. Man macht das ja ganz intuitiv mit.
  8. Ich wurde von einer Toblerone Kamelle im Nacken getroffen. Mimimi.

Nächstes Jahr bin ich beim Rosenmontagszug dabei.

3x Kölle Alaaf!

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