Kölsches, Sonstiges Zeugs
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Bloggen – Tagebuchstil

Wochenrückblick vom 9.12. – 15.12.2013

Ok, der 15. ist erst morgen und was heute so passiert, weiß ich natürlich auch noch nicht genau. Ich habe aber zumindest einen Plan wie die beiden Tage weitgehend verlaufen sollen. Ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten habe ich schon vor Ablauf dieser Woche meinen gesamten Wortvorrat verbraucht, will überhaupt nicht mehr vor die Tür und habe daher die Vision, dass ich heute und morgen mit Laptop, Büchern und Kaffee auf dem Sofa verbringe, zwischendurch ein bisschen Nähen und Kochen und ansonsten passiert am besten: Nichts.

Montag

Mein erster und wohl auch einziger Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr mit einer Workshopgruppe. Weiter als vom Dom bis zum Alter Markt sind wir nicht gekommen, war aber egal, der Abend war kurzweilig und unterhaltsam, das Wetter zum Glück noch nicht so eisig wie am Ende der Woche, so dass man gut ein paar Stunden auf der gleichen Stelle herumstehen konnte, ohne gleich zu erfrieren. Ich weiß jetzt, dass ich schon nach zwei Gläsern Glühwein am nächsten Tag mit Kopfschmerzen aufwache. Furchtbares Zeug. Aber trotz viel zu vieler Leute um mich herum schafft es ein schöner Weihnachtsmarkt immer, auch mich endlich ein wenig in Weihnachtsstimmung zu bringen. Bei der Gelegenheit möchte ich das tolle Dom-Bild von @LizasWelt verlinken, den ich bei der Gelegenheit natürlich auch gesehen habe (den Dom, nicht @LizasWelt). Und der mich jedes Mal durch seinen überwältigenden Anblick und seine Größe für eine Sekunde sprachlos macht (der Dom, nicht @LizasWelt!). By the way: KÖLN IST NICHT HÄSSLICH! Nur optisch manchmal ein wenig …. speziell.

Dienstag

Besuch des Parov Stelar Konzerts mit Freunden im Palladium in Mülheim. Toll. Wenn auch nicht mehr ganz so überraschend wie bei meinem 1. Konzertbesuch im letzten Jahr. Trotzdem toll. Die ganze Gegend rund um die Schanzenstraße und insbesondere das Carlswerk mit dem Schauspiel hat sich übrigens echt gemacht und ich hoffe, das bleibt so, wenn das Schauspiel wieder in Richtung Innenstadt wandert. Ich mag die Atmosphäre dort. Im Palladium war ich schon ziemlich lange nicht mehr und war doch sehr erstaunt, dass die Garderobe und die Toiletten eines Veranstaltungsortes wegen Überfüllung geschlossen werden können. Tssss. Sehr schön auch die nächtliche Fahrradtour mit davednb vom Palladium nach Hause. Ich verweise auf den Eintrag zum Montag: Das Wetter war zum Glück noch nicht so eisig wie am Ende der Woche.

Mittwoch
1. Urlaubs- und gleichzeitig Shoppingtag für mich. Wie herrlich leer die Stadt mitten in der Woche am helllichten* Tag sein kann. Neue Kontaktlinsen bestellt und auch noch eine neue Brille gekauft. Und weitere Nähutensilien für noch zu erstellende Weihnachtsgeschenke. Zuhause weiter am Shirt für den kleinsten Neffen genäht. Ersten richtigen Nähfrust erlebt, nachdem ich das 1. Shirt beim Applizieren gleich mal kaputt gemacht habe.

Aber das 2. ist dann doch ganz ok geworden, auch wenn ich mit meinen Zickzacknähten nicht zufrieden bin. Wie kritisch sind eigentlich Zweijährige heutzutage bei der Klamottenwahl, kann mich da jemand beraten? Und vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp, warum meine Zickzackstiche auf der Rückseite immer viel schöner aussehen als auf der Vorderseite. Trotz angepasster Fadenspannung.

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Hm. Ist das L leicht schief? Ernsthaft?? OMG, ES IST SCHIEF!!!! (*geht heulend ab* ….)

Abends Teilnahme am Netzwerktreffen meines Arbeitgebers für weibliche Führungskräfte. So viele Frauen auf einmal können mich ja durchaus einschüchtern, aber es war ein unterhaltsamer, interessanter Abend, an dem ich mich freiwillig (ICH! Ich Hase!!) für eine Aufgabe gemeldet habe. Mein wöchentlicher Redebedarf war nach diesem Tag komplett gestillt, ich wollte nur noch schweigend auf dem Sofa sitzen. Sehr ungewöhnlicher Zustand, der davednb auch leicht beunruhigt.

Donnerstag

Themenabend der Kölner DMW beim Bastei-Lübbe-Verlag in Mülheim im Carlswerk (s. auch Eintrag zum Dienstag) über die Entwicklung der Buchbranche  Interessanter Abend mit durchaus neuen Sichtweisen und interessanten Denkanstößen für mich. Auch ich habe gerne ein schönes Buch in der Hand. Wenn ich aber beim Lesen bin, kommt es letztendlich auf den Inhalt an und es ist eigentlich egal, ob physisches Buch oder eBook. Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn jemand zu mir sagt, er würde im Bett nie (NIE!) ein eBook lesen. Oder wenn man mir erklärt, ein eBook müsse genauso teuer sein wie ein echtes Buch, weil es letztendlich nur der Inhalt ist, der zählt und für den man zahlt. Dann aber im nächsten Atemzug darüber klagt, wie teuer Lektorate, Werbung und alles andere ist, was man ja auch für eBooks bezahlen müsse. Da ich das alles nicht so schön und strukturiert wiedergeben kann wie z. B. Herr Buddenbohm verweise ich auf seinen Blogeintrag den er dazu geschrieben hat (ab Basel lesen bzw. bei Interesse natürlich den kompletten Beitrag). Interessant ist noch, dass der Bastei-Lübbe-Verlag eBooks ohne DRM (Kopierschutz) verlegt. Finde ich gerade den eigenen Kunden gegenüber eine sehr gute Entscheidung. Ich werde mir zu Weihnachten übrigens einen Paperwhite schenken :-)

Ich muss ja zugeben, dass ich bisher kein so großer Fan expliziter Frauen-Netzwerke war. Im Anschluss an diese beiden Abende und im direkten Vergleich (bei den DMW waren auch Männer dabei) fiel mir aber auch auf, dass es durchaus sinnvoll für Frauen sein kann, Diskutieren und Netzwerken in einer Art „geschütztem“ Raum zu üben. Ohne dass gleich wieder ein Kerl versucht, die Diskussion an sich zu reißen und mit seinen Argumenten zu dominieren – wie es bei den DMW direkt der Fall war :-). Daher werde ich auch sicherlich bei weiteren Folgeaktivitäten dabei sein, da auch ich hier durchaus Nachholbedarf habe. Ganz unabhängig davon, wie sehr ich ansonsten Männergesellschaft schätze :-)

In diesem Sinne noch einmal herzlichen Dank an die DMWK für die tolle Organisation und die Einladung und herzlichen Dank an Bastei-Lübbe für die Bereitstellung der coolen Location!

Freitag

Effzeh gegen Dresden – kurz zusammengefasst: Der Effzeh gewinnt und sichert sich weiter die Tabellenführung. Schönes, abwechslungsreiches Spiel und selbst mir fiel ein Stein vom Herzen, als Helmes endlich seine zwei Heimtore machte. Im Stadion war es lausekalt (s. Eintrag von Montag: Das Wetter war zum Glück noch nicht so eisig wie am Ende der Woche), da kam das anschließende Weihnachts – und (nachgeholte) Geburtstagsessen mit @jweck und die leckere, warme Kürbiscremesuppe gerade recht. Die feinen Trüffelpasta sowieso, da muss ich gar nicht mehr zu sagen.

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Lassen wir uns überraschen wie die beiden letzten Tage noch verlaufen. Eigentlich stand für heute noch ein VineWalk auf dem Plan, aber den vertage ich wohl noch einmal. Und ansonsten passt zumindest das Wetter schon mal ganz gut zu meinem Vorhaben, das Haus nicht zu verlassen ….

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* Schreibt man „am helllichten Tag“ tatsächlich mit drei L? Faszinierend …

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