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Bloggen – Tagebuchstil

Wochenrückblick vom 28.10. – 3.11.2013

Oder genauer gesagt eigentlich nur vom 30.10. – 3.11., denn an den ersten zwei Tagen dieser Woche ist nicht besonders viel passiert. Tagsüber wurde gearbeitet, abends der jährliche Besuch des Patenkindes vorbereitet, das uns seit 7 Jahren sehr regelmäßig alleine hier in Köln besucht. Kind darf ich eigentlich gar nicht mehr sagen, denn mittlerweile ist meine Nichte 15 Jahre alt und im Vergleich zu ihrem ersten Besuch hat sich auch das Besuchsprogramm deutlich verändert.

So schleppten wir sie am 1. Abend gleich mal mit zur ArtFair, ein bisschen Kultur muss sein und die verschiedenen Kunstformen haben durchaus fasziniert. Natürlich auch die vielen Gummibärchen und Kekse, die es immer wieder zwischendurch zu naschen gab. Um den Abend aber nicht zu schräg werden zu lassen, gab es anschließend eine große Pizza. Meine Nichte ist seit kurzem Vegetarierin, was einen ja doch plötzlich vor unerwartete Herausforderungen stellt. Aber Pizza war einfach. Und für die Großen gab es ein bisschen Kunst für den Flur.

Donnerstag ging es weiter mit Kultur, der Gasometer in Oberhausen und das Big Air Package von Christo standen auf dem Programm. Auf dem Weg dahin haben wir noch @davednb einen lang gehegten Wunsch erfüllt und für den neu eingerichteten Hobbyraum eine kleine Infrarotsauna gekauft. Der freut sich :-) Für den 45.000 Euro teuren Whirlpool, der dort im Verkaufsraum stand, haben wir leider keinen Platz mehr im Keller …

Aber zurück zu Christo und zum Gasometer. Der Gasometer selber beeindruckt durch seine Größe und den Ausblick, den man ganz oben genießen kann. Mich begeistert es jedes Mal aufs Neue, wenn ich eine Stadt oder eine Landschaft von oben betrachten kann. Diesen Weitblick und diese Übersicht hat man von unten nie. Kann sein, dass mich das als eher kleiner Mensch besonders fasziniert, aber auch meiner recht großen Nichte hat es da oben sehr gefallen. Auch die Installation fand ich sehenswert. Ich finde ja, Christo kann man schlecht beschreiben, man muss ihn bzw. seine Kunst sehen und erleben. Zumindest ich denke vorher immer: “Nun ja, ein bisschen Stoff und etwas Verpacktes …. und?” Und dann stehe ich davor und staune über die Wirkung, die das Stoffobjekt erzeugt. Im Gasometer wurde nichts verpackt, sondern innen im Gasometer befindet sich eine Art überdimensionierter Ballon, ganz in weiß, der einem das Gefühl gibt, die Welt ist ganz still, steril und in Watte verpackt. Um die Atmosphäre auch in Ruhe genießen zu können, lagen verschiedene Sitzkissen bereit, auf denen man sich liegend oder sitzend niederlassen konnte. Ganz toll.

Anschließend haben wir noch einen Abstecher zur Zeche Zollverein gemacht, allzu viel Zeit blieb leider nicht mehr und Hunger hatten wir auch, so dass wir zunächst in das kleine Bistro Butterzeit einkehren mussten. Extrem nette Leute dort und mein Frikadellenbrötchen, das so überhaupt nicht auf der Karte stand, war in dem Moment genau das Richtige. Anschließend bummelten wir noch eine Weile über das sehr weitläufige Gelände, bis es langsam dunkel wurde. Das muss ich mir noch einmal in Ruhe und bei mehr Tageslicht genauer anschauen und vielleicht auch mal das Museum besuchen. Dafür hat es an dem Tag nicht mehr gereicht.

Freitag war Chillen angesagt, ja, auch ein Teenager hat mal Lust auf einen Bummeltag, selbst in den Ferien und auch beim Besuch der Tante in Köln. Das Wetter tat sein Übriges und so dekorierten wir zunächst den Keller weiter und verbrachten den Rest des Tages sehr relaxed Zuhause mit Lesen, Handwerken und zwischendurch so sinnvollen Dingen wie Kuchen essen. Zum Glück muss man als Vegetarier ja nicht auf Süßes verzichten. Ok, an den Gummibärchen arbeiten wir noch ….

Samstag stand Shoppen auf der Tagesordnung. Ein Mitbringsel für die beste Freundin, ein Besuch beim Filz Gnoss für weitere Bastelaktivitäten, Geschenkegutschein einlösen im La Seda, das erste vegetarische Kochbuch – Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul – für Anregungen, die mehr Kreativität aufbieten, als das reine Essen von Gemüsebeilagen …. Abends stand eine kleine Lesung des Taubenvergraemer Im Quadrat auf dem Plan, einer sehr typischen Location für eine solche Veranstaltung in Köln, sehr klein und voll mit lauter Twitterern, die man zwar eigentlich nicht wirklich kannte, aber von denen man doch irgendwie wusste, wer sie sind. Völlig neu für meine nicht-twitternde Nichte …

Essenstechnisch haben wir die vegetarischen Tage übrigens gut über die Bühne gebracht und auch für uns war das Essen ohne Fleisch die letzten Tage durchaus lecker: Peperoni-PastaSauerkraut-Lasagne (aus Tim Mälzers “Greenbox”), Kürbis-Galette im La Galette (das mit dem neuen Besitzer leider deutlich an Qualität und Charme verloren hat) und zum Abschluss noch Spaghetti mit Linsen-Zuckerschoten-Gorgonzola-Soße (aus “Go Veggie” von Stevan Paul, eine sehr empfehlenswerte Kochbuch-App). Werde künftig wieder öfter auf einen “meatless day” achten …

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