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Chez Jaouen in St. Philibert

Ok, unaussprechlicher Name, aber egal, dieses Restaurant ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert für Liebhaber von Fisch und Krustentieren. Nachdem wir an der West-Bretagne doch eher enttäuscht waren von den Restaurant-Tipps unserer Gastgeber (zu schick, viel zuviel Chichi, statt eines guten, bodenständigen Fischrestaurants), fragten wir im Süden angekommen doch etwas beharrlicher nach einem einfachen Restaurant, das vor allem eins anbietet: Frische Meeresfrüchte in guter Qualität. Die Antwort unserer Gastgeberin kam etwas zögerlich, möglicherweise nur deswegen, weil es bei “Chez Jaouen” definitiv nicht schick ist, es gibt auch keinen überflüssigen Schnickschnack, sondern einfach nur genau das, was wir suchten: Frisches Meereszeugs. Und das ziemlich lecker in lockerer Atmosphäre.

Man kann entweder drinnen sitzen in einem großen Saal, der unaufdringlich maritim eingerichtet ist, oder draußen, wenn man zu spät gekommen ist und nicht reserviert hat. Überall stehen lange Tische mit großen Schüsseln darauf, die für den ganzen Abfall gedacht sind, den man beim Essen all der Leckereien produziert. Alle Tische sind vorsorglich üppig mit Servietten ausgestattet, auch das erforderliche Werkzeug für die Krustentiere liegt auf allen Tischen bereit. Brot wird in der Regel großzügig serviert, aber daran sollte man sich nicht unbedingt satt essen.

Die Atmosphäre ist sehr ungezwungen, im Laufe des Abends wird es auch richtig laut im Saal. Wer es ruhig und gemütlich haben möchte, ist hier sicher fehl am Platz.

Auf der Speisekarte steht nur das, was fangfrisch serviert werden kann. Kommt man zu spät, muss man sehen, was noch übrig ist. Im Laufe des Abends kann man daher beobachten, was der Reihe nach von der Tageskarte gestrichen wird.

Das Angebot ist dennoch reichlich und reicht von Schwertfisch, Seebarsch, Dorade, Tunfisch über Garnelen, Langusten, Miesmuscheln in verschiedenen Varianten (sehr typisch in der Bretagne sind Moules et Frites – einfaches Essen, aber großartig!), Venusmuscheln, Jakobsmuscheln, Austern bis hin zu Taschenkrebsen, Schnecken und Seespinnen. In der Regel gibt es auch eine gewisse Anzahl Hummer, die draußen an einem großen Grillofen zubereitet werden.

Wenn man aber erst nach 20.30 Uhr kommt, ist es für einen Hummer eher zu spät, 19.30 reicht (ja, wir waren gleich zweimal dort!).

Beim 1. Besuch bestellten wir beide Moules Roquefort et Frites, mit dem Ergebnis, dass wir zusammen eine Monsterschüssel Muscheln serviert bekamen. Als Vorspeise gab es einen Teller mit Garnelen.

Beim 2. Mal gab es für Herrn B. noch einmal Miesmuscheln, aber diesmal mit Curry. Klingt im 1. Moment überraschend, ist aber hier durchaus nicht ungewöhnlich und vor allem schmeckt es ganz vorzüglich.

Für mich gab es einen gegrillten Hummer, den ich einigermaßen brüderlich mit Herrn B. geteilt habe. Lecker! Aber harte Arbeit … :-)

Und das blieb am Ende des Abends noch vom Hummer übrig ….

Und zu guter Letzt gab es noch einen Café Gourmand …

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