Kölsches
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Nicolas Jaar

Zuerst war ich sehr skeptisch bei der Idee, auf dieses Konzert im Rahmen des Acht-Brücken-Festivals in der Philharmonie zu gehen, denn eigentlich ist mir sein Stil zu experimentell, mehr Klänge und Geräusche als wirklich Musik. Da hatte ich auf einem Ambient-Festival vor ein paar Jahren schon einschlägige Erfahrungen gesammelt, die mir sehr einprägsam in Erinnerung geblieben sind.

Trotzdem ließ ich mich überreden – und bin nach dem Konzert total euphorisch nach Hause! Ich fand es beeindruckend, ich hab das Konzert ganz anders wahrgenommen, als die gängige “Unterhaltungsmusik”, teilweise fast meditativ zum Wegdriften (nein, ich bin nicht eingeschlafen, aber zwischendurch mal völlig in der Musik und in Gedanken versunken), teilweise gewaltig, so dass ich ganz gebannt zuhören musste, teilweise wieder fast an der Schmerzgrenze für meine Ohren, aber das zum Glück nur ganz selten.

Zwischendurch kamen unvermittelt so wunderschöne Klänge, bei denen ich ganz automatisch lächeln musste, erstaunlich, was Musik mit einem machen und auslösen kann. Zwischendurch gab es auch einige housige Anklänge, die durchaus tanzbar gewesen wären. Ich war fasziniert, als ich festgestellt habe, dass diese Musik, die auf den 1. Blick bzw. Ton sehr unstrukturiert wirkt, durchaus eine Struktur hat, nicht unbedingt im bekannten “klassischen” Sinne, aber man kann es doch erkennen, und wie eingespielt die Musiker aufeinander sind, sicher auch sein müssen, damit das überhaupt funktioniert.

Also: Ja, ich fand es gut! Und war darüber selber überrascht :-) Ein Konzert, das wieder Lust auf mehr gemacht hat – die c/o pop steht als nächstes vor der Tür!

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